Fricktal
Die Wälder sind derzeit ein Paradies für alle Pilzsammler

Dank des feuchten Wetters ist 2012 ein sehr gutes Pilzjahr. Die Pilze spressen jetzt überall und in grossen Mengen. Die Pilzkontrolleure haben bereits alle Hände voll zu tun. Die Kontrollen lohnen sich durchaus.

Marc Fischer
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Hier ein Täubling, da ein Milchling und dort ein Fliegenpilz. Wer derzeit durch den Wald spaziert, entdeckt zahlreiche Pilze. Weisse, braune, rote. «Tatsächlich, in diesem Jahr gibt es in der Region ausgesprochen viele Pilze», erklärt Anselm Ruflin, Pilzkontrolleur aus Gipf-Oberfrick, gegenüber der Aargauer Zeitung. «Wir hatten bereits im Sommer immer Regen. Die Böden blieben somit feucht. Dadurch konnten sich die Pilze besser entwickeln als in den Vorjahren.» Auch das feuchte Wetter in den letzten Tagen habe die Entwicklung der Pilze begünstigt, so Ruflin weiter.

Im Fricktal gehen die Leute offenkundig gern «in die Pilze». «Am beliebtesten sind die Steinpilze und Pfifferlinge», weiss Ruflin aus Erfahrung. Der amtliche Pilzkontrolleur der Gemeinden Eiken, Frick, Oberhof, Oeschgen und Wölflinswil hat dementsprechend alle Hände voll zu tun. «Die allermeisten Pilzsammler kommen bei mir vorbei», so Ruflin, «es gibt aber auch vereinzelte, erfahrene Sammler, die nur bestimmte Sorten sammeln, die sie ganz sicher kennen.» Viele kämen aber auch aus Neugier vorbei, da sie wissen wollten, was sie in ihrem Körbchen gesammelt haben.

Die Kontrollen lohnen sich jedoch für die Sammler, wie Anselm Ruflin nicht zuletzt aus den Erfahrungen der letzten Tage weiss. Findet er doch nach eigenen Angaben in fast jeder Kontrolle Pilze, die ungeniessbar und giftig sind. Er empfiehlt deshalb allen, beim Pilzkontrolleur, der für ihre Gemeinde zuständig ist, zur Kontrolle vorbeizugehen.