Um das Städtli weiterzuentwickeln, hat der Verein «Pro Altstadt» Thomas Bretscher als Prozessleiter engagiert und nach den Sommerferien ging es mit der Arbeit los. Die ersten Ergebnisse aus den Workshops konnten auf der Herbstversammlung präsentiert werden. Präsident Marco Veronesi führte aus, dass erste kurzfristig umsetzbare Massnahmen, sogenannte Quick-Wins, und ein Zeitplan erarbeitet wurden. «Ich verspreche mir von den Quick-Wins, dass sie die Kommunikation auf eine andere Ebene bringen», so Veronesi. «Sie sollen mehr Besucher in die Altstadt bringen und auch ein Signal sein, dass wir effizienter und zielgerichteter arbeiten und uns für die Zukunft engagieren.»

Die Vision «Shopfelden»

Die Arbeitsgruppe hatte sechs Handlungsfelder definiert: Gastfreundschaft leben, Mobilität und Erreichbarkeit, Partnerschaften verstärken, Zielgruppen-Fokus, Marketing und Kommunikation und eigene Unterstützungsprozesse. Bretscher führte aus, dass diese Felder noch in Entwicklung seien. Etwa bei der Gastfreundschaft müsse geschaut werden, wo man den Kunden ihre Sorgen abnehmen könne, damit sie sich wohler fühlten und länger blieben. Gastfreundschaft generiere Frequenz, sagte Bretscher.

Für die Erreichbarkeit führte er positiv an, dass die Altstadt von Parkhäusern umgeben ist, aber bei der Begehung aufgefallen sei, dass für manche Parkhäuser eine Ausschilderung fehle.

Das Aussenmarketing müsse man verstärken, denn Rheinfelden habe mit Altstadt und Rhein «eine Bühne, die man nur bespielen muss», sagte Bretscher. Als Vision sah er «Shopfelden», da das Städtli in vielen Punkten einem Shoppingcenter gleiche. Der einzige Unterschied seien der Rhein und die frische Luft. Das mache aber den Unterschied aus, denn während Shoppingcenter in den vergangenen Jahren Kunden verloren hätten, böte Rheinfelden etwas Einmaliges.

Weihnachtsmagazin geplant

Im Dezember erwartet die Besucher im Städtli wieder ein buntes Programm mit Konzerten, Eisskulpturen-Schnitzen und Zinnsterne-Giessen. Zur besseren Bewerbung will Pro Altstadt daher ein Weihnachtsmagazin herausgeben, das schon ab Mitte November in der Region verteilt werden soll. Das Hochglanzmagazin soll neben einem Altstadt-Guide alle Veranstaltungen und Events zur Weihnachtszeit aufführen. Die Auflage soll 40 000 Exemplare betragen. Mit Begleitwerbung und gezielter Radio-Werbung in Basel sind dafür 55 000 Franken angesetzt. «Fünf Freunde der Weihnachtsstadt am Rhein», die 30 000 Franken beisteuerten, konnten schon gefunden werden. Das restliche Geld soll über Inserate der Geschäfte finanziert werden.