Wegenstetten
Die Turnerfamilie lädt alle Showbesucher zum Abheben mit dem STV-Airbus ein

Der Turnverein lud zur Turnerabendreise ein. Ziel war Las Vegas, wohin der vereinseigene Airbus A 380 unterwegs war. Und an Bord war viel Unterhaltung und jede Menge Sport und Tanz.

Hans Christof Wagner (Text und Fotos)
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An der Wegenstetter Turnershow entführte das Mutter-Kind-Turnen in ferne Feriendestinationen. HCW

An der Wegenstetter Turnershow entführte das Mutter-Kind-Turnen in ferne Feriendestinationen. HCW

Wofür richtige Jets einen halben Tag brauchen, das gelang dem STV-Airbus in gerade einmal zweieinhalb Stunden. So lange dauerte das kurzweilige und aktionsreiche Programm des Turnerabends in der Mehrzweckhalle. Schon beim Hereinkommen glaubten sich die zahlreichen Besucher auf einem Flughafen. Um an die Kasse zu gelangen, galt es eine Sicherheitsschleuse zu durchqueren. In der Halle war allerhand Deko aus dem Flugbereich zu sehen: Koffer und Taschen an der Sprossenwand, Wolken und Blitze an der Hallendecke.

Den Anfang machte das Mutter-Kind-Turnen. Feriendestinationen hiess das Motto der Show. Und so hatten die Kinder auf der Bühne coole Sonnenbrillen auf und schlürften bunte Fruchtdrinks durch den Strohhalm. Dann gaben sie die Bühne frei für Marc Stahel und Iwan Schär, die als Arbeitslose in der Zeitung eine Annonce lasen: Airline sucht Piloten. Sie hatten zwar keine Ahnung vom Fliegen und der eine litt sogar unter Flugangst. Doch sie wurden trotzdem eingestellt, nachdem sie einen Stresstest bestanden und bewiesen hatten, dass sie in der Lage sind, Schwimmflügel aufzublasen. Bei Guggair, wie die Fluglinie der Wegenstetter Turner und Handballer hiess, ist eben alles möglich. So nahmen die beiden Bruchpiloten im Cockpit Platz, um ihre Passagiere mit dem Navi durch die Lüfte zu lotsen. Ihre Auftritte wechselten mit denen auf der Bühne ab. So begeisterte vor allem die STC-Jugend mit atemberaubenden Turn- und Akrobatiknummern.

In der Pause verkaufte die Mädchenriege des Vereins eifrig Lose für die Tombola. Um dann nach der Pause, in Overalls gekleidet und mit Sonnenbrillen auf, Top Gun zu spielen und als afrikanische Ureinwohner den Gästen aus dem Fricktal zu huldigen. Auch die STV-Ladies wussten mit Einlagen am Barren das Publikum zu unterhalten. Ganz in Schwarz kam die Frauenriege auf die Bühne, in den Händen hielten sie knallrote Regeschirme. Sie standen für die Regenschauer und die Gewitter, die der Vereinsjet auf seinem Weg nach Las Vegas zu durchqueren hatte. Reizvoll: die durch Schwarzlicht hervorgerufenen Effekte.

Am Schluss konnten die beiden Möchtegern-Piloten dann tatsächlich in Las Vegas landen - wenn auch mit einer gehörigen Bruchlandung. Die Veranstalter hatten Wort gehalten: Nach zweieinhalb Stunden Spass und Kurzweil war die Flugreise in der Mehrzweckhalle Wegenstetten zu Ende - mit vielen Turbulenzen.