Kaiseraugst
Die SVP verliert in Kaiseraugst ihren einzigen Sitz im Gemeinderat

Die SVP muss ihren einzigen Sitz im Gemeinderat von Kaiseraugst abgeben. Sie verliert ihn ausgerechnet an die SP. Die Kaiseraugster wählten Markus Zumbach neu in den Gemeinderat.

Drucken
Teilen
Über Kaiseraugst hängen trübe Wolken für die SVP

Über Kaiseraugst hängen trübe Wolken für die SVP

bz

SP-Kandidat Markus Zumbach ist am Wochenende im zweiten Wahlgang neu in den Kaiseraugster Gemeinderat gewählt worden. Nachdem Gemeindepräsident Max Heller (SVP) zurückgetreten ist, musste ein Platz neu besetzt werden. Zumbach erhielt 459 Stimmen und distanzierte damit klar den den Kandidaten der SVP, Jean Frey, der Hellers Sitz erben wollte. Frey kam auf 300 Stimmen.

Damit verliert die SVP ihren einzigen Sitz und ist nicht mehr im Gemeinderat von Kaiseraugst vertreten. Für den parteilosen Urban Lützelschwab wurden 234 Wahlzettel eingelegt. Schon im ersten Wahlgang im Oktober lag Zumbach, Präsident der SP Kaiseraugst, vorne, verpasste jedoch das absolute Mehr.

Vor einigen Wochen wurde Sibylle Lüthi (CVP) als Gemeindepräsidentin gewählt. Sie übernimmt das Amt des zurückgetretenen Hellers. Mit Markus Zumbachs Wahl zählt der Gemeinderat der Fricktaler Gemeinde zwei SP-Vertreter, je einen der CVP und FDP sowie ein parteiloses Mitglied.

Im Namen der SP Kaiseraugst hat sich deren Vizepräsidentin Marianne Grauwiler nach der Bekanntgabe des Wahlresultats mit einem Dank an die Wähler, aber auch an die zwei unterlegenen Kandidaten gemeldet. «Sein gutes Resultat erfreut Markus Zumbach sehr, und die SP sieht darin einen beachtlichen Vertrauensbeweis eines grossen Teils der Bevölkerung. Der frisch gewählte Gemeinderat wird weiterhin alles unternehmen, um die Interessen der Menschen sämtlicher Quartiere unserer Gemeinde im Gesamtgemeinderat zu vertreten.»

Sie spricht den beiden unterlegenen Kandidaten den Dank der Partei für einen fairen Wahlkampf aus. «Dies erlaubt, auch in Zukunft auf eine konstruktive Art miteinander umzugehen und im Interesse der Einwohnerinnen und Einwohner Probleme anzugehen und Lösungen zu finden.» (bz)