Kommentar
Die SVP schafft den Sprung in den Fricker Gemeinderat nicht – und muss doch eingebunden werden

Thomas Wehrli
Thomas Wehrli
Drucken
Teilen
Adrian Speckert, SVP.

Adrian Speckert, SVP.

Die Gemeinde Frick prosperiert und hat ihre Zentrumsfunktion im oberen Fricktal in den letzten Jahren nicht nur gefestigt, sondern weiter ausgebaut. Das ist zu begrüssen. Dabei tauchten aber auch mehrere Problemfelder auf, die es unbedingt ernst zu nehmen gilt. Der Verkehr, der von vielen zusehends als belastend empfunden wird, ist eines davon. Das schnelle Wachstum, das bei etlichen Frickern Ängste auslöst, ein zweites. Die Finanzen sind ein drittes.

Der Gemeinderat ist gefordert, das Wachstum so zu steuern, dass es nicht zur Überforderung führt, und den Verkehr so zu lenken, dass man im Dorf noch atmen kann. Das jüngst vorgestellte Gestaltungskonzept für die Hauptstrasse ist hier ein vielversprechender Ansatz.

Die Herausforderungen sind gross. Es wäre einfacher, diese zu meistern, wenn die SVP wieder in die Regierungsverantwortung eingebunden wäre. Dass sie ihren Sitz vor vier Jahren verlor, hat sie sich selber zuzuschreiben; sie hatte es schlicht verpasst, einen Kandidaten aufzubauen. Diesmal hatte sie einen. Doch das Volk hat anders entschieden und Adrian Speckert nicht gewählt. Er konnte über die Parteigrenze hinaus zu wenig überzeugen.

Zentral ist nun zweiterlei: Erstens, dass der Gemeinderat die SVP (und alle Fricker) mit möglichst frühzeitigen und kohärenten Informationen in die Entscheidungsprozesse einbindet. Das verspricht Gemeindeammann Daniel Suter. Wir werden ihn beim Wort nehmen.

Zweitens, dass sich die SVP nun nicht in die Schmollecke zurückzieht und die Weiterentwicklung mit einer Fundamentalopposition lähmt. Adrian Speckert kündet zwar eine verstärkte Opposition an, lässt aber gleichzeitig durchblicken, dass die SVP gesprächsbereit bleibt. Das ist wichtig und richtig – für Frick wie die SVP.