Grossratswahlen
Die SVP des Bezirks Laufenburg ist mit Resultat hochzufrieden

Die SVP des Bezirks Laufenburg zeigte sich zufrieden mit dem Wahlresultat: Die neu gewählte Grossrätin Tanja Suter und der wiedergewählte Christof Riner hatten besonders gut zu lachen.

Marc Fischer / Werner Hostettler
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Die neu gewählte Grossrätin Tanja Suter und der wiedergewählte Christof Riner.

Die neu gewählte Grossrätin Tanja Suter und der wiedergewählte Christof Riner.

Werner Hostettler

Alle sechs Grossrätinnen und Grossräte, die wieder für einen Sitz in Aarau kandidierten, konnten ihren Sitz verteidigen.

Als einzige Neue schaffte SVP-Frau Tanja Suter aus Gipf-Oberfrick den Einzug in Grossen Rat - sie übernimmt den Sitz von Roger Fricker, der nicht mehr angetreten war.

CVP verliert vier Prozent

Und dennoch gab es sie, die grösseren und kleineren Überraschungen im Bezirk. So verlor beispielsweise die CVP vier Prozent Wähleranteil. Nur noch knapp 22 Prozent der Wähler gaben der Partei ihre Stimme. Dies ändert aber nichts daran, dass die CVP deutlich zweitstärkste Partei im Bezirk bleibt. Der Vorsprung auf die SP ist allerdings von 13 auf knapp 8 Prozent geschmolzen. Auf der CVP-Liste setzten sich die Bisherigen, Martin Steinacher und Heidi Birrer deutlich durch und verteidigten ihre Sitze.

FDP stabil, SP legt zu

Gleiches gilt für die FDP und die SP, wo die Bisherigen Adrian Ackermann und Elisabeth Burgener Brogli deutlich obenaus schwangen. Die FDP erzielte dabei mit 10,7 Prozent der Stimmen ein ganz leicht schlechteres Resultat als vor vier Jahren, die SP ihrerseits konnte dagegen um 1,2 Prozentpunkte zulegen. Elisabeth Burgener Brogli führte dies einerseits auf den guten Wahlkampf und andererseits auf das Kernthema Energie zurück, bei dem die SP habe punkten können.

Dies dürfte auch für die Grünen gelten, die ihren Stimmenanteil um 0,4 Prozent auf 8,6 Prozent steigern konnten. Damit konnte auch Gertrud Häseli ihren Sitz verteidigen. Achtungserfolge im Bezirk Laufenburg erzielten die Grünliberalen mit 3,8 Prozent und vor allem die erstmals angetretene BDP, die auf Anhieb 3,6 Prozent der Stimmen erhielt. EDU, Schweizer Demokraten und SLB spielten nur eine marginale Rolle und erzielten Stimmenanteile von einem Prozent oder weniger.

Sieben Sitze, vier Grossrätinnen

Die beiden bestgewählten Grossräte kommen von der wählerstärksten Partei, der SVP. Zwar musste die SVP Verluste von 1,5 Prozent hinnehmen, konnte aber ihren Vorsprung im Bezirk ausbauen, da die CVP noch grössere Verluste einstecken musste.

Das Glanzresultat erzielte dabei Christoph Riner mit 3584 Stimmen. Auf Rang zwei folgt Tanja Suter mit 2856 Stimmen. Sie startete nur auf dem vierten Listenplatz, überflügelte aber Michael Tscheulin und Urs Probst, die beide schon vor vier Jahren angetreten waren deutlich. Damit entsendet der Bezirk Laufenburg vier Grossrätinnen nach Aarau.

«Absolut zufrieden mit dem erzielten Wahlresultat»

Im Wintergarten des Landgasthofs Ochsen in Wölflinswil herrschte gestern nachmittag eine locker-gelöste Stimmung: Die dort versammelte SVP-Familie des Bezirks Laufenburg zeigte sich, wie es Wahlkampfteamleiter Niklaus Gander gegenüber der az Aargauer Zeitung formulierte, «absolut zufrieden mit dem erzielten Wahlresultat.»

Eine nicht zu übersehbare gute Laune hatte natürlich Tanja Suter aus Gipf-Oberfrick. Sie wurde mit einem Glanzresultat als neue Grossrätin gewählt: «Ich fühle mich natürlich sehr glücklich, aber ich muss auch eingestehen, dass ich nicht mit einem solchen Ergebnis gerechnet habe.» Sie werde nun wie versprochen ihre ganze Kraft vorab dem Fricktal widmen. Aber sie werde sich auch Bildungsthemen ganz allgemein zuwenden, erklärte die hauptberuflich in Gansingen tätige Sekundarlehrerin und Vizepräsidentin der SVP des Bezirks Laufenburg.

Mit einem ebenfalls erfreulichen Resultat wurde Präsident Christof Riner, Zeihen, wieder gewählt: «Dieses Resultat hätte ich mir nicht im Traum ausgedacht. Ich darf aber auch festhalten, dass wir trotz verschiedenster gegen die SVP gerichteten Nebengeräuschen gut abgeschlossen haben.» Was Niklaus Gander nur unterstützen kann: «Wir haben uns den Negativmeldungen zum Trotz erfreulich halten können und stehen heute gut da.»