Frick

Die Stützpunktfeuerwehr probt das Horrorszenario Flugzeugsabsturz

Insgesamt 20 Opfer mussten die Einsatzkräfte retten.

Insgesamt 20 Opfer mussten die Einsatzkräfte retten.

Die Stützpunktfeuerwehr Frick bewältigte an der Jahresendprobe in Oeschgen ein spektakuläres Szenario: In Oeschgen war ein Kleinflugzeug abgestürzt. Insgesamt galt es, 20 Opfer zu bergen – und das schafften die Einsatzkräfte mit Bravour.

Das von fünf Offizieren der Stützpunktfeuerwehr Frick arrangierte Schlussbouquet an der Jahresendprobe in Oeschgen löste bei den gespannt verfolgenden Zuschauern Erstaunen aus und brachte die rund 90 Feuerwehrleute bei der Bewältigung des haarsträubenden Horrorszenarios, das den Absturz eines Kleinflugzeugs beinhaltete, ganz gewaltig ins Schwitzen.

Die eintreffenden Feuerwehrleute fanden auf dem Abhang im Gebiet Talrain in Oeschgen einen qualmenden Rumpf eines Kleinflugzeuges vor. Daneben loderten Flammen bei einem abgebrochenen Flügel. Auf der Matte lagen neben den Trümmern die vom Samariterverein Oeschgen blutig moulagierten Opfer herum. Nicht gerade jedermanns Sache war gar der Anblick eines Opfers aus dessen Körper eine Eisenstange ragte. Nicht genug damit, denn am Fusse des Abhanges waren zwei Personenwagen ineinander gekracht und lagen im Bachtobel. So sahen sich die Feuerwehrleute schlussendlich mit der Bergung von insgesamt 20 Opfern konfrontiert. «(Nicht) alles Gute kommt von oben», lautete das sinnige Motto, welches fünf Offiziere der Stützpunktfeuerwehr Frick unter der Leitung von Oberleutnant Roger Weber quasi als Schlussbouquet des Jahresprogramms und für die Endprobe arrangiert hatten.

Einblick ins Feuerwehrhandwerk

Im Rahmen der periodischen kantonalen Inspektion hatte das Quintett den Auftrag für eine Übungsvorbereitung erhalten. Der Auftrag wurde mit Bravour gemeistert und Weber blickte mit einer Brise Berufsstolz auf das anforderungsreiche Arrangement. Über 150 faszinierte Zuschauer verfolgten von erhöhter Position aus das minutiös ablaufende Geschehen, welches Kommandant Andreas Fahrni im Detail kommentierte. «Was wir hier sehen, ist sicher überzeichnet, aber es soll der Bevölkerung einen breiten Einblick ins Feuerwehrhandwerk und in die Zusammenarbeit zwischen Rettungsdienst, Brandbekämpfung, Atemschutz, Pionier und Ölwehr aufzeigen», erklärte er.

«Das grössere Ereignis soll die Einsatzstärke, den Ausbildungsstand und den Einsatzwillen der Stützpunktfeuerwehr aufzeigen», doppelte Fahrni nach. Für die Bewältigung der Problemstellungen hatte Einsatzleiter und Vizekommandant Rolf Amsler den Schadenplatz in drei Abschnitte aufgegliedert. Die Brandherde wurden rasch gelöscht und die Opfer von den Atemschutzträgern aus dem rauchenden Rumpf geborgen und den Feuerwehrsanitätern übergeben, welche mit dem Betrieb der Patientensammelstelle stark gefordert waren.

Beeindruckendes Szenario

Im Bach wurde eine Ölsperre installiert und die Pioniere bargen die Opfer fachmännisch aus den zertrümmerten Autos. Nach 45 Minuten war das beeindruckende Szenario abgehandelt und in der Schlussbesprechung hiess es: «Übung erfüllt». Unter den Marschmusikklängen der Musikgesellschaft Frick marschierten Gäste und Feuerwehrleute zur Schlussfeier in die Turnhalle.

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