Rheinfelden

Die Stadt investiert dieses Jahr 10 Millionen Franken

Umrahmt von den Stadthostessen der Rheinfelder Stadtammann Franco Mazzi am Mikrofon, neben ihm Oberbürgermeister Klaus Eberhard, RheinfeldenBaden. – Foto: chr

Umrahmt von den Stadthostessen der Rheinfelder Stadtammann Franco Mazzi am Mikrofon, neben ihm Oberbürgermeister Klaus Eberhard, RheinfeldenBaden. – Foto: chr

Die Aufzählung von Stadtammann Franco Mazzi von 2014 in Rheinfelden Geleistetem und für 2015 Geplantem war lang. Etwa 600 Personen wohnten seinen Ausführungen am Neujahrsempfang bei.

Am Neujahrsempfang der beiden Städte Rheinfelden, dem im Bürgersaal in Rheinfelden Baden rund 600 Personen beiwohnten, hielt der Rheinfelder Stadtammann Franco Mazzi in seinem Jahresrückblick fest: «Am 30. März 2014 hat sich die stimmberechtigte Einwohnerschaft Rheinfeldens mehrheitlich für die bisherige Organisationsform der Gemeinde ausgesprochen, also Entscheidungen auch künftig durch die Einwohner-Gemeindeversammlung und nicht durch einen Einwohnerrat. Damit war auch strukturell eine klare Grundlage zu dieser Frage geschaffen.»

Wie aktiv das politische Leben 2014 im schweizerischen Rheinfelden war, zeigt nach Meinung des Stadtammanns die Tatsache, dass im Mai die Stimmberechtigten in einer Referendumsabstimmung einen vom Stadtrat beantragten Kredit von 4,36 Millionen Franken für die Sanierung des Roten Hauses an der Schifflände und einen Erweiterungsbau knapp abgelehnt und zur Überarbeitung an den Stadtrat zurückgeschickt haben.

Wichtige Projekte hätten im Berichtsjahr ihren Abschluss gefunden: Neubau Kindergarten im Hard, Sanierung Schulhaus Schützenmatt und dessen Bezug durch die 5. und 6. Klasse aus ganz Rheinfelden, Fertigstellung des Fritz-Brunner-Parkhauses mt 70 zusätzlichen Parkplätzen an der Schifflände und die Eröffnung des neuen Personenstegs beim Kraftwerk Ryburg-Schwörstadt auf Rheinfelder Boden.

Strandbad für Freizeitgestaltung

Wesentlich für Rheinfeldens Freizeitgestaltung sei sicher auch die Fertigstellung der Sanierung des Strandbads durch die Kuba AG und deren Verantwortliche gewesen, so Mazzi. «Leider hat nur das Wetter im letzten Sommer dann nicht so richtig mitgemacht», fügte er an.

Wichtig für die Entwicklung der Stadt sei unter anderem die Eröffnung der Internationalen Schule im stadteigenen ehemaligen Restaurationsbetrieb «Drei Könige» gewesen. Stadtammann Mazzi erinnerte in seiner Rückblende auch an die Grundsteinlegung für den Salmenpark mit den fast 150 Wohnungen, einem neuen Coop-Center und dem neuen Alters- und Pflegezentrum mit 101 Pflegeplätzen und organisatorisch angebundenen 26 altersgerechten Wohnungen. «2014 startete die regionale Spitex Fricktal, entstanden aus sechs Vorgängerorganisationen, erfolgreich in ihr erstes Betriebsjahr und deckt nun aus einer Hand mehr als 60 Prozent des Fricktals ab, nämlich 21 Gemeinden oder rund 46 000 Einwohnerinnen und Einwohner.»

Neujahrsempfang in Rheinfelden

Neujahrsempfang in Rheinfelden

Der Wärmeverbund Rheinfelden, mit Abwärme, gewonnen aus den Betriebsprozessen der Brauerei Feldschlösschen, sei in Betrieb genommen worden. Im Endausbau werde der Verbund jährlich 1,2 Millionen Liter Heizöl oder fast gleichviele Kubikmeter Erdgas ersetzen. Voriges Jahr sei zudem der Umbau des ehemaligen Restaurants Salmen zur neuen Stadtbibliothek begonnen worden.

«Stadt entwickelt sich gut»

«Unsere Stadt entwickelt sich gut. Beweis ist auch die Entwicklung der Bevölkerung, die sich rasch auf 13 000 Einwohner zu bewegt. Die Einwohnerstatistik verzeichnete Ende 2014 genau 12 941 Einwohner, was einem Wachstum von 340 Personen oder einem Plus von 2,7 Prozent entspricht. Dies, nachdem bereits im Vorjahr ein Wachstum von 3 Prozent verzeichnet wurde. Davon waren 136 Personen schweizerischer Nationalität (plus 1,6 Prozent) und zusätzlich 204 Zugezogene (plus 5,3 Prozent) ausländischer Nationalität. Damit setzt sich unsere Wohnbevölkerung aus gut 9000 Personen aus der Schweiz und 4000 aus dem Ausland zusammen», führte Mazzi weiter aus. Der Ausländeranteil in Rheinfelden habe im Jahr 2014 von 30,6 auf 31,3 Prozent zugenommen. Es leben mittlerweile Menschen aus 95 Nationen im Zähringerstädtchen. Und noch eine interessante Zahl nannte der Stadtammann: «Fast 11 Prozent der Bevölkerung, also mehr als 1350 Personen, sind deutscher Nationalität. Ich interpretiere daraus, dass Rheinfelden auch aus deutscher Sicht beliebt ist, prozentual anteilig vergleichbar mit Mallorca», worauf die Neujahrsempfang-Beteiligten in Gelächter ausbrachen.

Gebäude für Staatsanwaltschaft

In seinem Ausblick zeigte der Rheinfelder Stadtammann grosse Projekte auf, welche dieses Jahr zum Abschluss gelangen. So das Gebäude auf dem Areal des Werkhofs, wo im Oktober die Staatsanwaltschaft der Bezirke Rheinfelden und Laufenburg einziehen werden, des weiteren die Kantonspolizei, die Regionalpolizei sowie die Zivilschutzorganisation. Ebenfalls regionale Ausstrahlung zeige der Umbau mit Ergänzungsbau des Schulhauses Engerfeld mit der gesamten Oberstufe und dem Berufsbildungszentrum Fricktal – die Planung müsse dieses Jahr definitiv abgeschlossen werden.

Am 7. März werde die neue Stadtbibliothek mit einem Tag der offenen Tür eingeweiht; das baulich dazugehörende Café «il poeta» werde dann sein neues Konzept bereits ausgetestet haben. «Weiter soll die Zukunft des Roten Hauses geklärt werden, wir beschäftigen uns mit einer weiteren Etappe des Baus des Wärmeverbundes und in der Verwaltung mit der EDV-Steuerveranlagung, die 2014 neu eingeführt nun Standard werden soll.

«Rheinsteg nimmt Gestalt an»

Franco Mazzi hielt weiter fest: «Der neue Rheinsteg, samt Anschlüssen an die Ufer, soll planerisch definitiv Gestalt annehmen. Der oberste Stock im Rathaus wird zum Büro für die Administration des Sozialdienstes ausgebaut.» Am 1. November findet die Eröffnung des Alters- und Pflegeheims Salmenpark statt und ebenfalls noch in diesem Jahr wird die Sanierung der Kläranlage abgeschlossen. Mazzi erwähnte, dass man Klarheit erhalten müsse über die künftige Konzeption der Kaiserstrasse, der Rheinfelder Hauptachse.

Insgesamt plant die Stadt Rheinfelden Investitionen von über 10 Millionen Franken netto. Dabei werden nach den Worten von Stadtammann Mazzi fast 50 Prozent für Investitionen in die Bildung und 30 Prozent für Verkehrsprojekte und Strassensanierungen eingesetzt. «Es gibt viel zu tun, packen wirs an», munterte das Rheinfelder Stadtoberhaupt die Versammelten auf.

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