Laufenburg
Die Stadt investiert 3 Millionen in ein Baugebiet

Zu den Bauvorhaben in Laufenburg gehört auch der Ausbau der Panoramastrasse. Für 1,8 Millionen Franken soll es restlos erschlossen werden. Am Freitag entscheiden die Stimmbürger darüber.

Susanne Hörth
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Die Panoramastrasse soll in Richtung Ziegelhüttenweiher ausgebaut werden. SH

Die Panoramastrasse soll in Richtung Ziegelhüttenweiher ausgebaut werden. SH

Susanne Hörth

Die Panoramastrasse in Laufenburg trägt ihren Namen zu Recht. Das zurzeit noch nicht vollständig erschlossene Baugebiet bietet dank seiner erhöhten Lage einen Weitblick über die Stadt, den Rhein bis ins nahe Deutschland und den Schwarzwald.

Nun soll das Gebiet Panoramastrasse/ Wasenhalde für 1,8 Millionen Franken vollumfänglich erschlossen werden. Die Strasse, die sich oberhalb eines Geländes befindet, für das zurzeit Planungen für eine neue Überbauung im Gang sind, soll Richtung Ziegelhüttenweiher verlängert werden. Mit 725 000 Franken schlägt die Entwässerung am meisten zu Buche. Mit 515 000 Franken gehört der Strassenbau ebenfalls zu den gewichtigeren Posten in den Gesamtkosten. Im Zuge der Arbeiten werden zudem ein Fussweg, die Wasserleitung, die Elektraverkabelungen sowie der Ringschluss Panoramastrasse-Schollenhaldenweg realisiert.

Mit den beteiligten Grundeigentümern, dazu zählt auch die Energiedienst AG, muss nach der Kreditgenehmigung ein Beitragsplan erarbeitet werden. «An den Kosten müssen sich die Grundeigentümer gemäss Erschliessungsfinanzierungsreglement mit zirka 70 Prozent beteiligten», schreibt der Stadtrat in seiner Versammlungsbotschaft.

Der Laufenburger Souverän hat an seiner Versammlung vom kommenden Freitag über Kreditbegehren von insgesamt 3,023 Millionen Franken zu befinden. Dazu gehört auch die Sanierung des Flachdaches der Sporthalle Blauen. Weil das Dach undicht geworden ist, läuft bei Regenwetter Wasser in die Sporthalle. Vordach und Hauptdach sollen nun mit einem bituminösen Belag erneuert und wasserdicht gemacht werden. Die Kosten hierfür beziffern sich auf 385 000 Franken. Fast gleich hoch mit 370 000 Franken kommt der Ersatz der alten Werkleitungen im Gebiet Burgmatt zu stehen.

Ein alter Zopf

In Laufenburg wird den Wehrmännern, die aus der Militärpflicht entlassen werden, seit Jahrzehnten ein Nachtessen beziehungsweise ein Sold ausbezahlt. Die Zeiten haben sich geändert. Heute leisten die Wehrmänner nicht mehr über 30 Jahre ihre Dienstpflicht. Deshalb beantragt der Stadtrat, dass die Soldauszahlung bei der jährlichen Wehrmännerentlassung abgeschafft werden soll.

Bereits im Mai 2013 wurde die neue Stadthalle Laufenburg eröffnet und wird seither regelmässig für Anlässe der verschiedensten Art genutzt. Dass die Gemüter vieler bei der Stadthallen-Erwähnung immer wieder in Wallung geraten, hat weniger mit dem ausgezeichneten Neubau (Architekturpreis) als vielmehr mit dessen massiver Kreditüberschreitung zu tun.

Gefordert wird denn auch an jeder Gemeindeversammlung die Präsentation der definitiven Schlussabrechnung sowie die Darlegung der Gründe für die Kreditüberschreitung. Es wird auch am kommenden Freitag noch nicht so weit sein. Gemeindeschreiber Walter Marbot erklärt auf Anfrage, dass nur kurz darüber informiert werde, warum die Abrechnung noch immer nicht vorliegt.