«Wir sind auch für einen strengen Winter gut gerüstet», sagte am Montagmorgen Urs Hofmeier, seit dem 1. Juni 2012 Geschäftsführer der Schweizer Rheinsalinen, gegenüber den Medien. 180 000 Tonnen Auftausalz lagerten im Moment allein auf dem Rheinsalinen-Betriebsareal, weitere 150 000 Tonnen seien bei Gemeinden und Kantonen deponiert. «Damit sind wir aktuell so gut ausgestattet wie noch nie», teilte Hofmeier mit.

Hofmeier berichtete, wie sein Unternehmen auf die Versorgungsengpässe mit Auftausalz in den Jahrhundertwintern 1999 und 2004 reagierte. Hatte zuvor die Lagerkapazität nur zwischen 50 000 und 60 000 Tonnen betragen, verteilt auf mehrere kleine Hallen, wurde diese mit Bau der Kuppelhallen Saldome 1 (2005) und Saldome 2 (2012) sowie eines neuen Palettenlagers (2010) um ein Vielfaches gesteigert. Allein die Kapazität von Saldome 2, für 26 Millionen Franken erbaut, übersteige mit mehr als 100 000 Tonnen den schweizerischen Gesamtbedarf in einem milden Winter, wie die Zahlen der vergangenen fünf Jahre zeigten.

Unterirdische Lagerstätten

Hofmeier zeigte in der Medienkonferenz auf, wie schwankend der Absatz des Auftausalzes, Hauptabsatzprodukt der Rheinsalinen, ausfällt. Dieser sei «so unbeständig wie das Wetter selbst». Die Erfahrung zeige, dass die Kalkulation des Verbrauchs immer schwerer falle, auch bedingt durch den Klimawandel. Umso mehr gelte es, für alle Fälle gerüstet zu sein. Hofmeier rechnete vor, dass 400 000 Tonnen Auftausalz 20 Streueinsätze auf dem gesamten Strassennetz der Schweiz ermöglichen.

Und die Produktion an den beiden Standorten, Schweizerhalle (BL) und Riburg (AG), zusammen über eine halbe Million Tonnen, gehe ja auch in den Wintermonaten weiter. Abtransportiert wird die Ware mit Bahn und Lastwagen. Die zweite Botschaft der Schweizer Rheinsalinen AG am Montagmorgen hiess: Wir haben nicht nur aktuell genug Auftausalz im Angebot. Auch die unterirdischen Lagerstätten reichen Hofmeier zufolge noch für mehrere hundert Jahre.

Kanton Waadt nicht dabei

Die Schweizer Rheinsalinen AG (160 Mitarbeiter) ist im Besitz von 25 Kantonen (nur Waadt ist nicht dabei), des Fürstentums Liechtenstein sowie der Südsalz GmbH im deutschen Heilbronn. Ihr Auftrag ist es, die Schweiz mit allen Salzprodukten zu versorgen. Und das, wie Hofmeier gestern mitteilte, zu einheitlichen Preisen.