Möhlin
Die Schule hat neue Hoffnungsträger: «Mit diesen Leuten gelingt es»

Alle vakanten Führungspositionen der Schule Möhlin sind neu besetzt. Ausserdem wurde eine neue Strategie erarbeitet.

Marc Fischer
Drucken
Teilen
Helene Frey, Susanne Wyder, Alexander Zürcher, Kerstin Mendelin, Stephan Müller und Janine Born (v.l.) stehen nicht mehr auf Feld 1, sondern haben Prozesse angestossen.

Helene Frey, Susanne Wyder, Alexander Zürcher, Kerstin Mendelin, Stephan Müller und Janine Born (v.l.) stehen nicht mehr auf Feld 1, sondern haben Prozesse angestossen.

Marc Fischer

Alexander Zürcher, Helene Frey, Susanne Wyder und Kerstin Mendelin heissen die Hoffnungsträger an der Schule Möhlin. Mit ihnen soll das Schul-Schiff, das in den vergangenen Jahren durch einige Turbulenzen schipperte, wieder in ruhiges Fahrwasser gelenkt werden. Die Zeiten von vielen Wechseln in Schulhaus- und Gesamtschulleitung sollen vorbei sein.

Alexander Zürcher, aktuell noch Leiter der Heilpädagogischen Schule Rheinfelden, wird ab 1. Februar 2017 Gesamtschulleiter. In der Schulverwaltung übernimmt die interimistische Leiterin Susanne Wyder den Job per 1. Dezember definitiv und per 1. Oktober tritt Kerstin Mendelin die neu geschaffene Stelle als stellvertretende Leiterin Schulverwaltung an.

Bereits seit sechs Wochen an der Schule Möhlin tätig ist Helene Frey, die neue Schulhausleiterin im Schulhaus Steinli. Die vier neuen stossen allesamt von aussen – aus der Privatwirtschaft oder von anderen Bildungsinstitutionen – zur Schule Möhlin. Alle hoben ihre Motivation hervor, die Schule Möhlin vorwärtszubringen.

Team mit gleichen Vorstellungen

«Die Zeit ist günstig, um gemeinsam etwas zu gestalten», sagte etwa Alexander Zürcher, der aber auch zugab, dass er die Vorkommnisse an der Schule Möhlin in den letzten Jahren «natürlich» mitbekommen habe. «Sie haben mich vor der Bewerbung auch zum Nachdenken gebracht», so Zürcher. Nun aber freue er sich auf die Chance und die neue Herausforderung. «Wir können zusammenwachsen und ein starkes Team werden», ergänzte Susanne Wyder.

Davon ist Schulpflegepräsident Stephan Müller überzeugt. «Die Ausgangslage ist ganz anders als vor zwei Jahren», so Müller. In der Zwischenzeit habe die Schule in der externen Schulevaluation zwei rote Ampeln in den Bereichen Schulführung und Qualitätsmanagement erhalten und daraus Schlüsse gezogen.

Nun sei man auf dem richtigen Weg hin zur geleiteten Schule. «Die neuen Führungspersonen sind alle in einem ähnlichen Alter und haben alle ähnliche Vorstellungen und Ideen», so Müller, «mit diesen Leuten gelingt es.»

Strategie und erste Massnahmen

Dafür, dass es nun wirklich gelingt, soll auch Hanspeter Draeyer sorgen. Der selbstständige Unternehmensberater hatte ursprünglich ein Mandat für die Besetzung der vakanten Stellen übernommen. Dieses wurde laut Draeyer in Absprache mit der Schulaufsicht erweitert, um Prozesse anzustossen, «damit die Neuen eine echte Chance haben».

So wurde in den letzten Monaten an der Schule Möhlin in vielen Gesprächen und Workshops eine «Strategie 21» erarbeitet, die vorgibt, wie die Schule in fünf Jahren aussehen soll. Als Beispiele für Ziele nannte Draeyer unter anderem folgende Punkte: Die Unterschiede in der Unterrichtsqualität an den verschiedenen Schulhäusern soll bis dahin vernachlässigbar sein.

Es soll eine transparente Führung herrschen, die Übertrittsverfahren sollen einheitlich geregelt sein und es sollen vermehrt schulhausübergreifende Kooperationen angestrebt werden. Erste Massnahmen zur Umsetzung dieser Ziele, die jährlich überprüft und angepasst werden, wurden bereits eingeführt. So trifft sich etwa die Schulpflege alle vier Wochen mit der Schulleitungskonferenz zu einem «strategischen Dialog» über schulische Fragen.

Draeyer wird die Schule Möhlin auch im kommenden Jahr noch weiter begleiten. Er macht in den Schulhäusern einen «neuen Spirit» aus. «Die Lehrpersonen glauben ebenfalls, dass wir auf dem richtigen Weg sind», so Draeyer. Für die Korrektur der roten Ampeln bleibe noch rund ein Jahr Zeit und man sei bereits auf gutem Weg.

Aktuelle Nachrichten