Raiffeisenbank Regio Frick
«Die Schliessung der Zeiher Dorfbank ist kein Thema»

Die Raiffeisenbank Regio Frick hat das Bankgebäude verkauft. Die Schliessung der Zeiher Dorfbank soll aber nicht zur Diskussion stehen.

Geri Hirt
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Der Verkauf des Bankgebäudes in Zeihen durch die Raiffeisenbank Regio Frick hat Ängste über die baldige Schliessung dieser Geschäftsstelle geschürt. Verwaltungsratspräsident Sepp Fricker indessen beruhigt: «Die Schliessung der Zeiher Dorfbank ist kein Thema.»

Per Ende 2010 schliesst die Raiffeisenbank Regio Frick aus wirtschaftlichen Gründen ihre Geschäftsstellen in Wittnau und Oeschgen. Und jetzt hat die gleiche Bank mit Sitz in Frick auch ihr Bankgebäude in Zeihen verkauft. Begreiflich, dass bei Kunden die Befürchtung auftaucht, diese Geschäftsstelle könnte in Kürze ebenfalls geschlossen werden.

«Der Verkauf hat nichts mit Schliessungsabsichten zu tun», erklärt Sepp Fricker der AZ auf Anfrage und fügt bei: «Wir haben einen langfristigen Mietvertrag von zehn Jahren mit Option auf Verlängerung.» Die Idee des Verkaufs sei durch eine direkt angrenzende, geplante Überbauung ausgelöst worden. Der Bauherr auf dem Nachbargrundstück habe – um sein Projekt realisieren zu können – um ein Näherbaurecht ersucht, was den Wert der Bankliegenschaft gemindert hätte, so Sepp Fricker. Diese Wertverminderung wollte die Raiffeisenbank nicht auf sich nehmen, worauf die Idee eines Verkaufs an den bauwilligen Besitzer des Nachbargrundstücks entstanden sei.

Eine Schliessung der Geschäftsstelle Zeihen aufgrund der Kundenfrequenz sei heute kein Thema, erklärt VR-Präsident Sepp Fricker. Dies, obwohl man seit der Fusion der Raiffeisenbank Bözberg West zur Raiffeisenbank Regio Frick vor drei Jahren eine leichte Abnahme der Kundenfrequenz feststelle. Diese Entwicklung habe verschiedene Gründe. So führe eine Fusion bei Kunden oft zu neuen Wegen, indem man beispielsweise bei Einkäufen in Frick auch gleich dort die Bankgeschäfte tätige. Zudem bewirke der technische Wandel mit Internet-Banking ein verändertes Kundenverhalten: «Die Jungen brauchen heute keinen Bankschalter mehr», sagt Sepp Fricker.

Wenn jedoch diese Entwicklung weiterlaufe, könne sich auch eine Dorfbank diesen Trends nicht verschliessen. «Wir sagen unseren Kunden immer wieder: ‹Benützt unsere Geschäftsstellen!›» Dies allein trage zur Existenzsicherung einer Dorfbank bei. «Wir wollen unsere Geschäftsstellen in den Gemeinden so lange wie möglich offen halten, da uns die Nähe zu unseren Kunden wichtig ist.»

Sepp Fricker weist auch auf das Raiffeisen-Angebot hin, von der Beratung zu Hause Gebrauch zu machen – eine Möglichkeit, die vor allem von älteren Leuten immer stärker genutzt werde.