Ideenreichtum prägte die Parade am Samstagnachmittag, die sich vom Altersheim aus in Bewegung setzte und dann bei strahlendem Sonnenschein im Dorf eine Fülle an närrischen Turbulenzen garantierte. Mit Gemeindepräsident Max Heller an der Spitze, als überdimensionaler Herrscher auf einem Sujet-Wagen montiert, musizierte, jubelte und stampfte der Narrentross.

«Kaiser Max vo Helleraugscht» regiere seit 25 Jahren, was mit Fassung zu ertragen sei, meinten die Narren und verteilten die «unändlichi Gschicht» auch via gelben Schnitzelbankzettel unters Volk. Vor allem die bauliche Leidenschaft von Gemeindeboss Heller wurde glossiert, sei es im Bereich Hallen, Werkhof, Bahnhofplatz oder neuer Verkehrskreisel. Kaiseraugster Narrenresümee: «Vier Gmeindröt hets zwar uf dr Pischte, dochs Ganze isch ä Einmannschou.»

Die Wagenbauer leisteten wieder Grossartiges, etwa als «Spitzbuebe», «Tränkgass Dolebutzer» oder die voller Farbenpracht und mit viel Blumen dahinziehenden «Chai-Pirinhas». Dass die seit 1972 bestehende einheimische Gugge «Grossschtadt-Chnulleri» lautstark wirbelnd ins Narrentreiben eingreift, wurde an allen Stationen des Umzugs frenetisch bejubelt. Nicht zu vergessen die beliebten Trommler und Pfeiffer, deren Auftritte die Nähe zu Basel klangvoll dokumentierten.

Als tolle Bereicherung des Umzugs wirkten Delegationen aus dem basellandschaftlichen Nachbarkanton, darunter die «Atom-Waggis Giebenach». Das «Fasnachtscomité» auf einer kleinen Tribüne strahlte mit der Frühlingssonne um die Wette, genoss den facettenreichen Umzug und war vom Narrentreiben vollauf begeistert.