Tageskarten

Die SBB-Tageskarte für Gemeinden ist ein Erfolgsmodell

Auch die Einwohnerinnen und Einwohner von Frick können von SBB-Tageskarten profitieren – und nützen dieses Angebot gerne. ras

Auch die Einwohnerinnen und Einwohner von Frick können von SBB-Tageskarten profitieren – und nützen dieses Angebot gerne. ras

Auf den kommenden Fahrplanwechsel erhöht die SBB die Preise für die Gemeinde-Tageskarten. Eine Umfrage bei den Gemeinden zeigt, dass die Tageskarten bei der Bevölkerung beliebt sind. Und: Die Preiserhöhung wird nicht überall auf die Kunden überwälzt.

Die Zahlen sind eindrücklich: 23 der 32 Gemeinden im Fricktal verkaufen alleine oder im Verbund mit Nachbargemeinden SBB-Tageskarten an ihre Einwohner, eine weitere Gemeinde (Oeschgen) trägt sich derzeit mit dem Gedanken, das Angebot einzuführen.

Die Auslastung der Tageskarten ist hoch, wie die Umfrage zeigt. Keine Gemeinde hat eine Auslastung, die tiefer liegt als 77 Prozent, die meisten geben eine durchschnittliche Auslastung zwischen 85 und 90 Prozent an und Rheinfelden, Möhlin und Gansingen können sogar den Spitzenwert von 97 Prozent ausweisen.

Angebot besteht seit 2003

Laut SBB-Mediensprecherin Lea Meyer gibt es gesamtschweizerisch keine genauen Zahlen zur Nutzung, sondern nur Hochrechnungen aufgrund der Marktforschung. «Eine Marktforschung Ende 2011 hat ergeben, dass die Karten durchschnittlich zu 89 Prozent ausgelastet sind», so Meyer.

Aktuell bieten schweizweit 1205 Gemeinden Tageskarten an, da eine Gemeinde auch mehrere Sets erwerben und an ihre Einwohner verkaufen kann, sind derzeit knapp 5000 Sets im Umlauf. Im Fricktal beispielsweise haben Möhlin und Rheinfelden (ab August 2013) je sechs Sets. Eingeführt wurden Gemeindetageskarten im Jahr 2003. Damals kostete ein Set 8500 Franken. Auf den Fahrplanwechsel im Dezember erhöhen die SBB den Preis nun auf 12900 Franken – es ist dies der vierte Erhöhungsschritt in zehn Jahren.

Lea Meyer begründet: «Die Anpassungen geschehen im Rahmen der allgemeinen Tarifmassnahmen. Hohe Investitionen in den Unterhalt sind zwingend, um die Qualität des SBB-Netzes auch künftig zu garantieren.» Zudem werde mit den Einnahmen auch das Angebot weiter verbessert.

Kosten zwischen 36 und 44 Franken

Die Gemeinden reagieren unterschiedlich auf die Tariferhöhung der SBB. In Kaiseraugst, Stein, Gansingen, Mettauertal und Wittnau werden die Preise ebenfalls nach oben angepasst. Die übrigen Gemeinden belassen die Preise auf dem bestehenden Niveau oder haben noch keinen definitiven Entscheid gefasst. Überhaupt sind die Preise im Fricktal unterschiedlich. Die Spannweite geht im kommenden Jahr von 36 Franken pro Tageskarte (Gansingen, Mettauertal) bis zu 44 Franken (Ueken).

Online reservieren

Auch die Verkaufsmodalitäten sind nicht einheitlich geregelt, wie die Umfrage unter den Gemeinden und ein Blick auf die Gemeinde-Websites zeigen. Zumeist ist eine Online-Reservation möglich – die Abholung und Bezahlung erfolgt dann allerdings auf der Gemeindekanzlei. In den beiden Bezirkshauptorten Laufenburg und Rheinfelden sowie in Magden ist sogar eine Online-Bezahlung mit Kreditkarte möglich.

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