Irgendwo in der Ferne ist das Geräusch einer Bohrmaschine zu hören, ein paar Stimmen dringen aus einem Vorzelt. Ansonsten herrscht am Donnerstag kurz vor Mittag noch Ruhe auf dem Fricker Campingplatz. Es ist der erste Tag der Saison und das durchzogene Wetter verspricht nicht gerade einen Grossandrang. Ein paar Regentropfen fallen vom bedeckten Himmel.

Der Campingplatz geht unter neuer Leitung in die Saison. Roger Mösch und Fabian Benz haben diese Aufgabe von Möschs Eltern übernommen. Diese hatten den Platz zuvor während rund zehn Jahren geführt.

Die neuen Leiter haben vor dem Saisonstart das Restaurant und das Betriebsgebäude auf Vordermann gebracht, das Wasser angestellt und die Einkäufe für das Restaurant getätigt. Am Donnerstag nun steht Fabian Benz zum ersten Mal als neuer Campingplatz-Leiter an der Theke, einen Schurz umgebunden. Ein spezielles Gefühl sei es, sagt er, und: «Ja, ein wenig nervös bin ich schon.»

Der Start in die Saison – Mösch und Benz haben diesen wegen der frühen Ostern eigens einige Tage vorverlegt – wird wohl eher ruhig ausfallen. «Einige Gäste sind schon da, aber voll wird es nicht werden», sagt Benz.

Hier finden Camper im Fricktal einen Platz:

Viele Reservationen

In Möhlin ist der Campingplatz bereits seit Mitte März offen – wobei: «Der Platz ist offen, aber los ist noch nicht viel», sagt Leiter Alf Hesse mit einem Lachen. Der ruhige Start spielt ihm allerdings auch etwas in die Karten.

«Wegen des anhaltenden Frosts im Februar und März konnten wir verschiedene Arbeiten nicht ausführen, etwa das Rasenmähen oder Sträucherschneiden», so Hesse. Weil auf dem Campingplatz nicht viel los war, konnte er das nun nachholen.

Hesse ist zuversichtlich, dass die Saison bald richtig anläuft. Die sechs Mietwohnwagen, die er auf dem Campingplatz anbietet, sind bereits grösstenteils ausgebucht. Viele Reservationen für Stellplätze gibt es ausserdem für Pfingsten. In Frick, bei Roger Mösch und Fabian Benz, sieht es ähnlich aus. «Die verlängerten Wochenenden laufen grundsätzlich gut», sagt Mösch.

Aber auch in der klassischen Ferienzeit im Sommer herrscht Andrang. Dann verbringen gerade viele Camper, die ihre Wohnwagen dauerhaft in Frick gestellt haben, ihre freien Tage hier.

Andere machen auf der Durchreise Halt: «Aufgrund der Nähe zur Autobahn und der geografischen Lage auf der Route von Holland und Deutschland nach Italien haben wir viele Touristen, die nur für eine bis zwei Nächte bleiben», erklärt Mösch.

Durchreisende und Velofahrer

Ein Phänomen, das auch Alf Hesse in Möhlin kennt. Auch wenn er sagt, dass viele Gäste auf Campingplätze in Deutschland ausweichen, weil diese teilweise günstiger sind. Die Anzahl an Durchreisenden, die in Möhlin übernachten, habe in den letzten Jahren leicht abgenommen, so Hesse.

Dafür merkt er jeweils, wenn in Basel ein Grossanlass wie eine Messe stattfindet. «Es gibt Messegänger, die sich hier einmieten.» Und: Der Möhliner Campingplatz ist bei Velofahrern beliebt. «Sie legen auf längeren Touren hier eine Pause ein und stellen ihr Zelt auf. Das hat in den letzten Jahren zugenommen.»