Laufenburg

Die Römer sind noch heute aktuell und bieten Anlass für eine Premiere

Die Autoren Fabio Tortoli, Linus Hüsser, Cecilie Gut, Andrea Oettl, Elke Thiessen, Peter Ch. Müller und Roman Schmidig (v.l.) präsentierten die neue Jahresschrift «Vom Jura zum Schwarzwald» passend zum Hauptthema in der Rekonstruktion des Interieurs der römischen Villa «Auf der Sitt» aus Laufenburg Baden. Die Rekonstruktion ist Teil der Ausstellung im Museum Schiff in Laufenburg.  mf

«Vom Jura zum Schwarzwald» legt den Fokus auf die römischen Ausgrabungen in Laufenburg.

Die Autoren Fabio Tortoli, Linus Hüsser, Cecilie Gut, Andrea Oettl, Elke Thiessen, Peter Ch. Müller und Roman Schmidig (v.l.) präsentierten die neue Jahresschrift «Vom Jura zum Schwarzwald» passend zum Hauptthema in der Rekonstruktion des Interieurs der römischen Villa «Auf der Sitt» aus Laufenburg Baden. Die Rekonstruktion ist Teil der Ausstellung im Museum Schiff in Laufenburg. mf

Die Jahresschrift 2013 «Vom Jura zum Schwarzwald» legt den Fokus auf die römischen Ausgrabungen in Laufenburg und bietet damit Platz für eine Premiere. Erstmals wird ein wissenschaftlicher Artikel zu diesem Thema publiziert.

Der 87. Jahrgang der Jahresschrift «Vom Jura zum Schwarzwald» der Fricktalisch-Badischen Vereinigung für Heimatkunde (FBVH) bietet gleich zwei Premieren. Die eine ist organisatorischer Natur. Erstmals war Linus Hüsser für die Redaktion der Jahresschrift verantwortlich. Die zweite Premiere ist inhaltlicher Natur. «In der aktuellen Jahresschrift können wir den ersten wissenschaftlichen Artikel über die römischen Ausgrabungen in Laufenburg überhaupt veröffentlichen», freute sich Linus Hüsser anlässlich der Vernissage von gestern Abend. Nicht verwunderlich also, dass dem Artikel den Fabio Tortoli gemeinsam mit Beat Wigger und Roman Schmidig verfasst hat, der meiste Platz in der Jahresschrift eingeräumt wurde.

Unter dem Titel «Die Römer in Laufenburg» gehen die Autoren auf die Forschungsgeschichte und dabei auch auf die jüngsten Ausgrabungen und Funde aus dem Jahr 2013 ein. «Obwohl das Strassendorf von Laufenburg nicht mit Augusta Raurica oder Vindonissa auf die gleiche Ebene zu setzen ist, besticht es durch sein einzigartiges Erscheinungsbild», heisst es im letzten Abschnitt des Artikels. Ihre Blütezeit habe die römische Siedlung von Laufenburg im 2. und in der ersten Hälfte des 3. Jahrhunderts erlebt.

Kunst- und Naturgeschichte

Neben dem Hauptartikel widmen sich zwei weitere Artikel archäologischen Themen. Daneben wird aber auch ein Augenmerk auf kunstgeschichtliche Aspekte aus der Region gelegt. So berichtet beispielsweise Elke Thiessen, wie sie das Porträt der letzten Fürstäbtissin des adeligen Damenstifts von Säckingen restauriert hat. Das Gemälde wurde vom Präsidenten der FBVH, David Wälchli, bei einer Versteigerung entdeckt und ersteigert.

«Erstmals seit längerem beinhaltet eine Jahresschrift auch wieder einen naturgeschichtlichen Artikel», erklärte Linus Hüsser erfreut. Andrea Oettl bringt dem interessierten Leser die Dinosauriergrabung in Frick aus dem vergangenen Jahr näher, bei der ein sehr gut erhaltener dreidimensionaler Saurierschädel gefunden wurde.

Die Jahresschrift wird abgerundet durch die Jahresberichte des Fricktaler Museums und der FBVH.Interessierte können die 88 Seiten starke Schrift aber auch online auf der Website der Fricktalisch-Badischen Vereinigung für Heimatkunde (www.fbvh.org) bestellen. Die nächste Jahresschrift ist bereits in Planung. Sie soll schon im kommenden April im Rahmen des kantonalen Gedenkjahres zur Eroberung von aargauischen Gebieten durch die Eidgenossen im Jahre 1415 erscheinen und das Hauptaugenmerk auf das 15. Jahrhundert richten.

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