Im grossen Saal der Musikschule an der Lindenstrasse darf der Act auf Grossleinwand mitverfolgt werden. Gegen 22.15 Uhr dürfte bekannt werden, ob Maira noch eine Runde weiter gekommen ist.

Die Rheinfelderin besucht die Bez im Schulzentrum Engerfeld, nimmt schon seit sieben Jahren Klavierunterricht. Bei Gry Knudsen erhält sie seit drei Jahren Gesangsunterricht. «Wir sind wirklich mächtig stolz auf Maira, haben dafür aber auch hart gearbeitet», so die Lehrerin.

Das junge Talent gibt sich beim Plaudern mit der Aargauer Zeitung bescheiden und locker, freut sich, mit ihrer Video-Bewerbung im Reigen mit zigtausend anderen Glück gehabt zu haben. «Es hat so viele talentierte Kinder in Deutschland, und dass ich als Schweizerin vorne mit dabei bin, macht mich glücklich.»

An der letzten Vorauswahl in Berlin waren noch 150 Teilnehmende im Rennen; Maira landete unter den 72 Besten und ist nun reif für die Fernsehshow. Mit Lena Meyer-Landrut, Tim Bendzko und Henning Wehland sassen drei der erfolgreichsten Künstler Deutschlands in den Coachsesseln von «The Voice Kids», zunächst mit dem Rücken zu den Akteuren.

«Alle mussten mit ihrer Stimme überzeugen», erzählt Maira. Mit ihrem englischen Song «Perfect» und ihrem natürlichen Auftreten überzeugte sie die Jury.

Gemeinschaft statt Konkurrenten

Ihr Aufenthalt in Berlin schwingt heute noch nach: «Wir alle haben uns nicht als Konkurrenten gesehen, sondern als Gemeinschaft, die gerne auch bis spätnachts im Hotel singt.» Maira Zaugg räumt dem Teamerlebnis hohen Stellenwert ein.

«Das war mega spannend, von Stufe zu Stufe weiterzukommen.» Und in ihrer Bescheidenheit versichert sie: «Alle sind extrem talentiert, es gibt Präsentationen auf sehr hohem Niveau.» Also ein steiniger Weg bis ins Finale.

Gesangslehrerin Gry Knudsen beurteilt die Teilnahme an solch einem Wettbewerb als positiv, «weil man auch mit vielen netten Menschen zusammenkommt». Und sie versichert: «Die Arbeit mit solch einer Schülerin macht Spass.» Also eine solide Vorbereitung, um ein Talent zu fördern und Ziele anzusteuern.

Musikschulleiter Valentin Sacher bestätigt eine «kontinuierliche Arbeit» der Lehrpersonen und sieht in der bisherigen Laufbahn der jungen Maira den Beweis dafür, dass «vieles richtig gemacht wird».

Sacher spricht auch von einer «bildenden Institution» und ergänzt: «Unsere Fachleute in Sachen Musik sind nicht nur zum Plausch da.» Auch Solisten und kleine Orchester zeigen dies oft.