Eine leichte Beugung des Oberkörpers nach vorn reicht, um den Fahrtwind im Gesicht zu spüren und auf 20 Stundenkilometer zu beschleunigen. «Einige Sehenswürdigkeiten liegen weit voneinander entfernt. Die Segways ermöglichen es uns, innert kurzer Zeit auch grössere Distanzen zu überbrücken», nennt Stéphanie Berthoud, Leiterin des Stadtbüros, als Grund, wieso die Stadt Rheinfelden zukünftig Wakker-Führungen auf einachsigen elektrobetriebenen Transportmitteln anbietet. Ein weiterer Vorteil: Wenn eine Gruppe zu lange an einem Objekt verweilt, dann muss sie nicht zum nächsten Objekt hetzen, um im Zeitplan zu bleiben.

Fahrtraining für Anfänger

Führungen durch die Zähringerstadt werden ab einer Gruppengrösse von sechs Personen für 150 Franken pro Teilnehmer angeboten. Inbegriffen im Preis sind Segway, Helm, Warnweste sowie ein einstündiges Fahrtraining, um auf dem Einachser die Verkehrstauglichkeit zu erlangen. «Der Segway ist selbstbalancierend. Die Fortbewegung wird durch Gewichtsverlagerungen gesteuert, die von Neigungssensoren registriert werden», erklärt Segway-Experte Beat Meier. So kurven die Teilnehmer auf dem Schützenparkplatz an einigen Pylonen vorbei und üben ein Bremsmanöver, indem sie ihr Gewicht nach hinten verlagern.

Dann gehts los: Wie an einer Perlenkette aufgereiht, rollen die 14 Wakker-Rundfahrer vom Schützenparkplatz in die Altstadt zum Rathaus hinab. Die Unebenheiten des Kopfsteinpflasters sind kaum spürbar, denn die Bereifung des Segways federt sehr gut ab. Vom Rathaus geht es zur Rheinbrücke weiter, vorbei an einigen verdutzt dreinschauenden Fussgängern. Auf dem Weg zur Kurbrunnenanlage und der Überbauung Salmenpark geht es über schmale Wege und durch enge Gassen. Hier kommt die hervorragende Wendigkeit des Segways zum Tragen, mit dem man sich im Stand um die eigene Achse drehen kann.

Mit Vollgas geht es vom Salmenpark Richtung Augarten. Mit Leichtigkeit ziehen die Segway-Fahrer an einigen Velofahren vorbei, die kräftig in die Pedale treten, der Segway-Kolonne jedoch nur noch hinterherschauen können. Die zwei Kilometer lange Strecke ist in rund fünf Minuten zurückgelegt – eine Zeitersparnis von rund 15 Minuten gegenüber einem Fussgänger.

Nach zwei Stunden ist der Fahrspass zu Ende und einigen Teilnehmern wird klar: Zwar ist die Rundfahrt schonend für Füsse und Beine, belastet aber dafür umso mehr den Rücken.