Rheinfelden

Die Rheinfelder Kreisschule im Engerfeld braucht bald neue Schulräume

Die KUF-Verantwortlichen informieren über die Reformfolgen für den Schulbetrieb (von links): Gesamtschulleiter Beat Petermann, Präsidentin KUF-Vorstand und Stadträtin Béa Bieber, Präsidentin der Kreisschulpflege Carole Binder und Mitglied der Schulleitung Karin Küng. ach

Die KUF-Verantwortlichen informieren über die Reformfolgen für den Schulbetrieb (von links): Gesamtschulleiter Beat Petermann, Präsidentin KUF-Vorstand und Stadträtin Béa Bieber, Präsidentin der Kreisschulpflege Carole Binder und Mitglied der Schulleitung Karin Küng. ach

Die Kreisschule Unteres Fricktal (KUF) gibt den Standort Schützenmatt in Rheinfelden auf, konzentriert ihre Arbeit von 2014 an im Schulzentrum Engerfeld. Dies kostet Lehrerstellen, erfordert Um- oder gar Neubauten. Konsequenzen aus der Schulreform.

In den Schulbetrieben herrscht Umbruchstimmung: Der Wechsel auf sechs Jahre Primarschule und drei Jahre Oberstufe betrifft in starkem Masse auch die KUF. Nachdem das Modell im Aargau vom Souverän angenommen wurde, laufen im schulischen wie kommunalen Sektor intensive Gespräche, wie vom Schuljahr 2014/15 zu verfahren ist. Keine leichte Aufgabe, signalisierte Gesamtschulleiter Beat Petermann am Mittwoch vor Medienvertretern.

Zufrieden hielt er fest, dass auch künftig die Kreisschule als Gemeindeverband mit den Schulstandorten Rheinfelden, Kaiseraugst und Magden (wozu auch Olsberg gehört) weitergeführt werden könne. Dies sei vor allem Beschlusslage auf der politischen Ebene, freute er sich. Die KUF umfasst derzeit 950 Schülerinnen und Schüler sowie rund 100 Lehrpersonen.

«Eine grössere Umwälzung steht mit der Harmonisierung der Schulstrukturen bevor», räumte Petermann ein. Und noch eins verdeutlichte er: «Wir verlieren einen Jahrgang an die Primarschule, und das bedeutet weniger Arbeitsplätze und Pensen.» Konsequenz: Der KUF-Standort Schützenmatt wird geschlossen, Lehrpersonen und Schüler müssen bald in die Schulanlage Engerfeld zügeln und integriert werden.

Exakt diese Entwicklung erfordert neue Aktivitäten. «Es entsteht Raumbedarf, bis zum Termin 2014 wird es eng», meinte Petermann. Vor allem auch deshalb, weil spezielle Zimmer beispielsweise für Physik, Chemie oder Technik geschaffen werden müssen. Neu-, beziehungsweise Umbauten in der Schulanlage Engerfeld zeichnen sich ab, Entscheidungen sind frühestens diesen Sommer zu erwarten.

«Wir haben ein Defizit an Spezialräumen.» Insofern wünschte sich der KUF-Schulleiter, dass Schulraumplanung auf kommunaler Seite vorankommt. Konkretes zum Sachstand liess sich Stadträtin Béa Bieber nicht entlocken. Die Liegenschaftsverwaltung arbeite an einem Masterplan, in der Investitionsplanung für 2014/15 stünden Beträge für eventuell notwendige Schulneubauten im Engerfeld.

Keinesfalls vergass Beat Petermann die personellen Aspekte im Zuge der Schulreform. «Die Oberstufe verliert in beträchtlichem Mass Lehrerstellen.» Die Schulleitung werde alle Betroffenen bei der beruflichen Zukunftsplanung unterstützen, versicherte er. Der Kanton habe eine «Besitzstandswahrung» für jene Lehrpersonen ausgesprochen, welche von der Oberstufe an die Primarschule wechseln würden. Dort bräuchte man mit Einführung des sechsten Schuljahres ohnehin qualifizierte Lehrkräfte. «Die Schulleitung setzt sich dafür ein, dass möglichst viele Lehrpersonen ein Pensum an der Kreisschule behalten.» Nach derzeitiger Rechenart wären etwa 25 Lehrerstellen an der KUF von der Schulreform bedroht.

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