Die Wünsche und Anliegen von Lehrerschaft und Schülern unter einen Hut zu bringen, das ist für einen Schulhauswart (frühere Bezeichnung Schulhausabwart) bestimmt nicht immer einfach. Vom Gemeinderat Frick wurde nun einer verabschiedet, der während seiner ganzen Tätigkeit in der Schule «stets den Rank mit Lehrern und Kindern gefunden» hat, wie er bekräftigte: Lukas Marty, zugleich dienstältester Mitarbeiter der Gemeinde Frick.

«Immer alle gleich behandelt»

«Die Schulkinder haben mich respektiert, weil ich stets alle gleich behandelt habe – es war ein Geben und ein Nehmen», so Lukas Marty, «der uns 35 Jahre und 4 Monate nach einsatzfreudiger Unterstützung verlässt und zusammen mit seiner Frau einen neuen Lebensabschnitt beginnt», erwähnte Gemeindeammann Daniel Suter beim Empfang im Gemeinderatszimmer.

Als gelernter Zimmermann wirkte Lukas Marty bereits beim Bau der Fricker Schulanlage Ebnet in den Jahren 1966 bis 1968 mit. Der in Herznach aufgewachsene Marty fiel aus viereinhalb Metern Höhe auf einen Stahlrost und musste den Zimmermannberuf wegen Rückenbeschwerden aus medizinischen Gründen aufgeben. So kam es, dass er am 1. Februar 1979, kurz vor seinem 30. Geburtstag, als Hauswart die Verantwortung für das noch ziemlich neue, 1968 eröffnete Oberstufenzentrum in Frick übernehmen konnte, das damals aus zwei Schulhäusern und einer Turnhalle bestand, wie Gemeindeschreiber Heinz Schmid im Archiv ausfindig machen konnte.

Später kamen die Heilpädagogische Schule (HPS), die Sporthalle und zwei weitere Schulhäuser hinzu. Seine berufliche Erfahrung konnte der Schulhauswart auch in den Planungs- und Baukommissionen für diese Neubauten einbringen.

Versierter Lehrmeister

Als Mitglied der Raumbelegungskommission war Lukas Marty ebenfalls tätig, und er hat sich in seinem Berufsleben auch als versierter Lehrmeister bewährt. Denn seit 1999 hat er einige Jugendliche in der noch neuen Berufsgruppe der Betriebspraktiker mit Fachrichtung Hausdienst ausgebildet.

Auf die Frage, welches für ihn in all den Jahren die unangenehmsten Ereignisse waren, kam die Antwort spontan: «Beschädigungen an Material, Inventar und Gebäuden; das hat mich immer am meisten beschäftigt.» Das muss es nicht mehr, kann er doch jetzt den Ruhestand geniessen, zusammen mit seiner Frau Brunhilde, auf deren Mithilfe sich Lukas Marty immer verlassen konnte, wirkte sie doch – in einem Teilpensum – genau so lange im Schulhauswartungsteam mit.