Stein
Die Regionalisierung der Spitex im Fricktal ist auf einem guten Weg

Sieben Spitex-Organisation aus dem Fricktal haben zum Ausdruck gebraucht, dass sie auch in Zukunft bedarfsgerechte, qualitativ gute und wirtschaftliche Leistungen der Hilfe und Pflege zu Hause gewährleisten wollen.

Willi Wenger
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Regionalisierung der Spitex im Fricktal kommt voran. (Archiv/key)

Regionalisierung der Spitex im Fricktal kommt voran. (Archiv/key)

Zu diesem Zweck gründen die sieben Spitex-Organisationen im Rahmen eines ehrgeizigen Projekts im kommenden Jahr die Spitex Fricktal AG. Die Betriebsaufnahme wird anfangs des übernächsten Jahres erfolgen.

Werner Schneider, Präsident Spitex Mittleres Fricktal, welcher das Projekt zusammen mit Gemeinde- und weitern Spitexvertretern am Mittwoch vorstellte, sagte, dass die Spitex vor grossen Herausforderungen stehe. „Die Zahl der älteren und betagten Menschen wird sich bis zum Jahr 2030 praktisch verdoppeln. Damit wird der Bedarf an Unterstützungs- und Pflegeleistungen erheblich ansteigen". Es sei realistisch, so die Spitex-Exponenten vorgestern, dass im Fricktal deshalb 700 neue Pflegebetten bereitgestellt werden müssen. Die neue Spitex Fricktal AG, gebildet aus den Spitex-Organisationen Magden, Mittleres Fricktal, Möhlin, Oberes Fricktal, Rheinfelden, Staffeleggtal und Wegenstettertal/Schupfart, setzt aus diesem Grund auf die Strategie „ambulant vor stationär". „Mit qualitativ sehr guten Leistungen wollen wir die Zahl zusätzlich notwendiger Heimplätze in Grenzen halten", kommentierte Schneider.

Einfach wird dies nicht sein, stellten die Fachleute im Fricktal ausser Streit. Dennoch: Es sei zu schaffen, gaben sie sich überzeugt, nicht zuletzt aufgrund der Professionalisierung, welche viele Vorteile bringe. So wird die strategische Führung gestrafft und Nachfolgeprobleme in den Vorständen werden gelöst. Von der generell erhöhten Leistungsfähigkeit profitieren in erster Linie die Kunden sowie Mitarbeiter, und dies bei unveränderter Nähe zu den Klienten bei gleichzeitiger Beibehaltung der heutigen Spitzex-Zentren mit ihrem Personal. Die Spitex Fricktal AG wird in der Lage sein , den vom Kanton vorgeschriebenen Leistungskatalog vollumfänglich zu erfüllen und sie hat das Potenzial, auch künftigen Anforderungen zu entsprechen.

Die Aktiengesellschaft, welche ihren Sitz (mit der gesamten Administration) in Stein haben wird, wird eine Gesellschaft ohne Gewinnstreben sein. Sie wird es nie sein können. Als deren Träger sind als Alleinaktionäre ausschliesslich die 21 beteiligten Gemeinden des Versorgungsgebiets vorgesehen. Der 5 bis 7-köpfige Verwaltungsrat, gebildet aus Fachpersonen, wird eine Geschäftsleitung einsetzen. Geplant sind 45 Hundertprozent-Stellen, die sich auf 130 Personen verteilen werden. Das Aktienkapital, welches 500'000 Franken betragen wird und dessen Bereitstellung kaum Probleme bereiten wird, werden die Kommunen aufgrund ihrer Einwohnerzahl bereitstellen. Die sieben bisherigen Spitex-Vereine entscheiden im Übrigen einzeln über ihre Zukunft. Ihnen wird empfohlen, sich zu einem Förderverein für die Spitex Fricktal AG zusammen zu schliessen. (wwl)