Rallye, das sind heulende Motoren und Abgasschwaden in der Luft. Nicht so am Mittwoch am Berufsbildungszentrum (BZF) in Rheinfelden. Dort machte die «Wave Trophy» auf ihrer Königsetappe Halt. Und die Fahrer zeigten zwar, was in ihren Fahrzeugen steckt. Zu hören oder schmecken gab es für die rund 400 Schüler und Lernenden des BZF und der Kreisschule Unteres Fricktal aber nichts.

Die Wave Trophy ist die nach eigenen Angaben grösste E-Mobil-Rallye der Welt. Daran nehmen nur elektrisch betriebene Fahrzeuge teil. Sie sind – wie die Fahrer den Schülern und Lernenden gerne demonstrierten – auch bei raschen Beschleunigungen praktisch geräusch- und gestanklos unterwegs.

Schüler bewerten die Autos

Die 2500 Kilometer lange Route der Rallye führt von Ostdeutschland in die Schweiz und ins Südtirol. Rheinfelden war einer von vielen Zwischenhalten. Tour-Manager Stephan Schwartzkopff stellte den Schülern und Lernenden die Vorzüge der Autos vor – und diese durften sie bewerten. Die Bewertung fliesst in die Rangliste der Rallye ein.

Entsprechend sparten die Fahrer auch nicht mit Werbung für ihre Fahrzeuge: «Mit dieser Beschleunigung lasse ich auch einen Porsche stehen. Der beisst ins Lenkrad, wenn er von einem Smart stehen gelassen wird», sagte ein Fahrer.

Besonders viele bewundernde Blicke erntete trotzdem ein sportliches Modell, der Tesla Roadster. Der heimliche Star des Morgens war aber auch das nicht. Dieser kam ganz zum Schluss: ein Trabant mitsamt Wohnwagen-Anhänger. «Die Wave Trophy gibt uns die Gelegenheit, den Schülern – als künftigen Autofahrern – diese Möglichkeit näher zu bringen», sagte Berufsschullehrer Roger Buser. «Und die Elektroinstallateure sehen einen Teil des Unterrichtsstoffs real.»