Raiffeisen Schweiz will ab 2020 keine Banken mehr, deren Bilanzsumme kleiner ist als 600 Millionen Franken. Mit 326 Millionen erreicht die Raiffeisenbank Regio Laufenburg gerade mal gut die Hälfte der geforderten Limite. Verwaltungsratspräsident Urs Siebenhaar gab sich denn auch an der von 500 Genossenschafterinnen und Genossenschaftern besuchten Generalversammlung in der Sporthalle Kaisten keinerlei Illusionen hin: «Wir sind eine gute Bank, leider etwas zu klein.» Man sei in Kontakt mit den Nachbarbanken Mettauertal und Frick. Der Verwaltungsrat strebe eine für die Region optimale Lösung an.

Jubiläums-Aktivitäten stehen im Vordergrund

Das im nächsten Jahr anstehende 100-Jahr-Jubiläum will sich die Raiffeisenbank Regio Laufenburg freilich nicht vermiesen lassen durch die von oben angeordnete Raiffeisenstrukturstrategie 2020. Die Aktivitäten zu diesem runden Geburtstag stehen für den Verwaltungsrat im Moment deutlich im Vordergrund. So meinte Siebenhaar unmissverständlich, dass die Strukturgespräche mit den Nachbarn erst nach Abschluss des Jubiläumsjahrs 2017 intensiviert werden sollen. Im Zeichen des Jubiläums plant der Verwaltungsrat zahlreiche Aktivitäten vom Dreikönigskuchenessen über das eigentliche Jubiläumsfest bis hin zum Kinderskitag.

Eigenkapital weiter gestärkt

«Wir haben ein gutes Jahr hinter uns», betonte Peter Senn, Vorsitzender der Bankleitung, bei der Vorstellung der Jahresrechnung 2015, und verwies auf das nach wie vor für die Banken äusserst anspruchsvolle Umfeld. Mit einem Wachstum von 4,7 Prozent und einem Volumen von rund 280 Millionen Franken konnte die Bank ihre starke Position im Hypothekarmarkt behaupten. Dank diesem Wachstum habe man auch der Margen-Erosion entgegentreten können, betonte Senn.

Erstmals seit vielen Jahren stagnierte der Zuwachs von Kundengeldern, was mit Blick auf das tiefe Zinsniveau nicht erstaune. Trotzdem könnten mit den Kundengeldern noch 92 Prozent der Ausleihungen finanziert werden. Der Gewinn wurde 2015 um 9,6 Prozent auf 273 000 Franken gesteigert, was zu einer weiteren Stärkung des Eigenkapitals führe. Bei den Mitgliedern habe man mit rund 120 Nettozugängen auf insgesamt 3’117 Mitglieder erneut einen sehr erfreulichen Zuwachs verzeichnen dürfen, ergänzte der Bankleiter seine Ausführungen.

Zum Ausklang gab es, nebst dem obligaten Nachtessen, mit dem Artistentrio «Coloro» ein attraktives Rahmenprogramm.