Zuzgen

Die Nutzungsplanung ist abstimmungsreif

Barbara Gloor vom Planungsbüro Metron bringt den Versammelten die Bau- und Nutzungsplanung näher.

Barbara Gloor vom Planungsbüro Metron bringt den Versammelten die Bau- und Nutzungsplanung näher.

Der Gemeinderat brachte im Rahmen einer Informationsveranstaltung den zahlreich erschienenen Besuchern die Gesamtrevision Nutzungsplanung Siedlung und Kulturland näher: Verdichtetes Bauen und erweiterte Landschaftsschutzzone sind in Aussicht gestellt

Der Gemeinderat brachte im Rahmen einer Informationsveranstaltung den zahlreich erschienenen Besuchern die Gesamtrevision Nutzungsplanung Siedlung und Kulturland näher. Das Werk liegt abstimmungsreif vor und soll an der ausserordentlichen Gemeindeversammlung am 11. Mai genehmigt werden.

Mit der Gesamtrevision des Bauzonen- und Kulturlandplans wolle der Gemeinderat die planerischen Rahmenbedingungen auf die aktuellen Entwicklungsbedürfnisse der Gemeinde ausrichten, meinte Gemeindeammann Heinz Kim. Seinen Anfang hat dieses Werk mit der Krediterteilung am 2. Dezember 2005 durch die Gemeindeversammlung genommen. In Zusammenarbeit mit dem Planungsbüro Metron AG in Brugg wurden die örtlichen Voraussetzungen mit den Vorlagen der übergeordneten Planungsgrundlagen wie Kantonaler Richtplan, Konzept Raumentwicklung Aargau, Landschaftsentwicklungsprogramm, Verkehrsstrategie und Hochwasserschutz in die Planung eingebaut.

Im September 2008 lagen die Unterlagen für das Mitwirkungsverfahren auf. Die folgenden Einigungsverhandlungen eröffneten verschiedene neue Möglichkeiten. Diese führten zur Absetzung der Genehmigung von der Traktandenliste der Gemeindeversammlung vom 27. November 2009 und zu einer zweiten Eingabe zur Vorprüfung durch den Kanton.

Die wesentlichen Änderungen

Zuzgen rechnet bis 2025 mit einer jährlichen Zunahme von fünfzehn Leuten. Von den 32 Hektaren Bauland waren 2008 rund 25 überbaut. Durch Umzonungen und Anpassungen erhält die Gemeinde eine Bauzonenvergrösserung von 70 Aren. Im Gebiet Heidehüsli stehen zwanzig Aren zur Einzonung an, weil der Kohliberg zur Kantonsstrasse eine neue Strassenführung erhält, also ein neuer Dorfeingang Nord entstehen soll. In der Tierrüti werden zwanzig Aren ausgezont und den Magerwiesen zugewiesen. Gleichzeitig wird hier eine Landschaftsschutzzone errichtet.

In der Unteren Rausmatt werden 50 Aren als Wohnzone am Hang mit Gestaltungsplanpflicht neu eingezont. Eine nicht unwesentliche Änderung erfährt die Gewerbezone in der Bummerten. Diese erfährt eine Zuweisung in die Wohn- und Gewerbezone. Auch hier ist eine Gestaltungsplanpflicht vorgesehen. Dabei ist neben anderem ein minimaler Gewerbeanteil vom 30 Prozent einzuhalten. In der Diskussion erfuhr dieses Vorhaben allerdings nicht von allen uneingeschränkte Zustimmung. Zehn Gebäude werden als Schutzobjekte definiert. Um verdichtetes Bauen zu ermöglichen, werden die Grenzabstände reduziert und die möglichen Gebäudehöhen hinaufgesetzt.

Die bereits bestehende, überlagerte Landschaftsschutzzone wird deutlich erweitert. Auf Vorgabe im Richtplan werden neu das Gebiet Ellboge und Eggerai, dann Ärstel und Lättacher/Holderacher und Stockmatt dieser Zone zugewiesen. Im Jahre 2001 wurde für den Wald oberhalb des Gebietes Tierrüti ein Nutzungsverzicht für 50 Jahre vereinbart. Damit verbundenen entstand eine Altholzinsel. Diese Vertragsfläche untersteht als Novum der Naturschutzzone Wald.

Barbara Gloor vom Planungsbüro Metron AG hinterliess mit der sachlichen Darlegung des technisch-planerischen Teils der Veranstaltung und der gegebenen Auskunft einen souveränen Eindruck. Gemeindeammann Heinz Kim meinte nach der Vorstellung des neuen Gebührenreglements zur Bau- und Nutzungsordnung zum Schluss der zweistündigen Veranstaltung: «Wir haben ein interessiertes Volk.»

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