Den Kaiseraugster Legislaturzielen liegt die Philosophie zugrunde, welche auf den Kernbegriffen Vertrauen, Eigenständigkeit und Selbstbewusstsein aufbaut, war am ersten Kaiseraugster Frühlingsapéro zu vernehmen, zu dem die Gemeindebehörde die Bevölkerung eingeladen hatte.

Dorf soll noch lebenswerter sein

Die Gemeindepräsidentin Sibylle Lüthi-Bolinger sagte, dass die Exekutive sich mit Herzblut dafür einsetze, dass Kaiseraugst einerseits gestärkt und andererseits noch lebenswerter gemacht werden könne. Dafür bedürfe es grosser Anstrengungen, umso mehr sich der Gemeinderat in nicht weniger als 11 Strategiefelder ehrgeizige Ziele gesetzt habe. Umgesetzt werden soll zum Wohle aller Vieles, unter das Versprechen «Leben, arbeiten, zuhause sein».

«Wir haben vor, alle von uns formulierten Ziele auch zu erfüllen», sagte die Gemeindepräsidentin, die gut 100 Personen zum erstmals durchgeführten Frühlingsapéro begrüssen durfte. «Garantieren können wir das Ganze allerdings nicht», relativierte die Gemeindevorsteherin.

Es gehe der Einwohnergemeinde Kaiseraugst gut, kommentierte das Gemeindeoberhaupt weiter und hielt fest, dass die finanziellen Verhältnisse ganz einfach stabil seien. «Das wollen wir bei einem Steuerfuss von 90 Prozent so beibehalten», gab sie sich zuversichtlich.

Eine weitere Herausforderung stelle die Raumplanung dar. Geschaffen werden sollen unter anderem eine Bau- und Nutzungsplanung, in deren Rahmen ein kommunaler Gesamtplan Verkehr erstellt werden soll. Der Gemeinderat möchte auch die Teilrevision der Bauzonenpläne Liebrüti und Rinau zu einem guten Ende bringen. Die Rinau sei allerdings aufgrund von Beschwerden noch ungewiss, bedauerte Gemeindepräsidentin Sibylle Lüthi. Auf der anderen Seite stellte sie erfreut fest, dass sämtliche Infrastrukturen im Dorf in einem sehr guten Zustand seien.

Respekt gegenüber der Natur

Vizepräsidentin Françoise Moser-Aigeldinger erachtet es als unverzichtbar, einen weiter respektvollen Umgang mit der Natur zu pflegen, um so die Artenvielfalt sichern zu können. Kaiseraugst setzt deshalb unter anderem auf das Projekt Grünflächenmanagement und will auch nach der Rezertifizierung im Jahre 2016 das Label «Energiestadt» führen dürfen. Sehr rasch umgesetzt werden sollen das Neophytenkonzept. Hingegen werde das Konzept für die Grüngutentsorgung mehr Zeit inanspruch nehmen.

Kaiseraugst fördert Treffpunkte und Begegnungszonen. Dabei wird für alle Bevölkerungsschichten Raum und die notwendige Infrastruktur bereitgestellt. Gemeinderat Markus Zumbach nannte als ein Beispiel die Realisierung von so genannten Generationen-Spielplätzen.

Gemeinderat Hanspeter Meyer sagte zudem, dass in der Legislatur die ausserschulische und familienergänzende Kinderbetreuung neu organisiert werde. Neu werde auch das Kinder- und Jugendkonzept sein, in welchem künftig das Altersspektrum bis 20 Jahre berücksichtigt werde. Gemeinderat Heinz Hassler schliesslich beleuchtete die Mobilität. Dort sollen ein Grundlagenpapier zur Förderung der umweltfreundlichen Mobilität erstellt, die Bushaltestelleninfrastruktur im Auge behalten sowie ein Fahrradparkkonzept ausgearbeitet werden.