Laufenburg

Die Nacht voller Kultur kennt keine Grenzen

Kaum Platz in der engen Laufenburger Gasse für die Teilnehmer der grenzüberschreitenden Kulturnacht.

Kaum Platz in der engen Laufenburger Gasse für die Teilnehmer der grenzüberschreitenden Kulturnacht.

«Klein, aber fein» oder auch «intim und überschaubar» beschreiben die Organisatoren die zehnte Kulturnacht. Beidseits des Rheins wird an 18 Orten am 6. September ein abwechslungsreiches Kulturangebot präsentiert.

Findet etwas zum zehnten Mal in Folge statt, und das jeweils mit grosser Beteiligung von Teilnehmenden wie auch Besuchern, so darf das zu Recht als bereits gut verankerte und beliebte Tradition bezeichnet werden. Eine solche ist die grenzüberschreitende Laufenburger Kulturnacht. Am 6. September, von 17 bis 24 Uhr findet beidseits des Rheins, einem spannenden Rundkurs folgend, die Kulturnacht statt. Ins Leben gerufen wurde der Anlass von Roy Oppenheim. Er ist mittlerweile zwar nicht mehr dabei, die kulturelle Vielfalt am historischen Felsennest ist aber geblieben. Ist doch kaum etwas so vielfältig, facettenreich, hör- und sichtbar wie Kultur.

«Wir beginnen bereits um 17 Uhr auf der alten Rheinbrücke mit musikalischer Umrahmung», so Alois Schmelzer vom Organisationskomitee. Die Rheinbrücke ist als besondere Spezialität beleuchtet, ein farbiger Lichtwechsel, der im Rhein ein sein Spiegelbild finden wird. Alois Schmelzer freute sich an der Pressekonferenz, dass der grenzüberschreitende Anlass bereits kopiert wurde. Die Rheinfelder haben die Idee übernommen, «in deutlichem grösserem Ausmass als bei uns», so Schmelzer. Er betonte dann weiter, dass der Rahmen in Laufenburg kleiner und intimer sei. So sei im Gegensatz zu früheren Durchführungen auf das Bespielen der Stadthalle auf Schweizer Seite oder des Schlössles im deutschen Laufenburg verzichtet worden.

Damit ist für die Besucher auf relativ kleinem Raum über die Grenze hinweg - ein kostenloser Fährdienst steht wiederum zur Verfügung - ein grosser Strauss an kulturellen Angeboten vorhanden. «Mit Trommelwirbel werden das Tambourencorps Laufenburg auf unseren Event aufmerksam machen.» Damit zeigte Alois Schmelzer ein weiteres Novum der Kulturnacht auf. So werden verschiedene Formationen, unter anderem das Blockflötenensemble der Musikschule Laufenburg mit Renaissancemusik, von Ort zu Ort zirkulieren.

Der Kultur-Parcours

Der Kulturnacht-Parcours durch die beiden Städtchen führt an 18 spannende, unterhaltsame und insbesondere erlebnisreiche Orte. Nebst der Präsentation von viel Handwerkskunst kommt auch das kulinarische Wohl nicht zu kurz. Nicht zu vergessen die Möglichkeit, sich selbst in die Kulturnacht einzubringen. So wird unter anderem Lisa Brutschi vom Handlungs-Spiel-Raum mit den Besuchern wieder eine Bank für den öffentlichen Raum bemalen. Der Name der Bank «Bezirk Laufenburg» lässt viel Spielraum und Mut zum Gestalten.

Einen wahrhaft roten Faden durch die Ausstellung wird die Sulzer KulturWerk-Stadt ziehen. Auf einer rund 100-jährigen Strickmaschine soll gemeinsam ein möglichst langer, eben roter Wollfaden verarbeitet werden. Im Rehmann-Museum kann es je nach Witterung eng werden. «45 Mitglieder der Guggenmusik Schlossbärghüüler haben sich für ihre Auftritte um 20 und 22 Uhr angemeldet», so Regula Laux vom Rehmann-Museum und gab ihrer Hoffnung Ausdruck, dass aus Platzgründen es das Wetter ermögliche, im Skulpturengarten aufzutreten.

Musik, Theater und vieles mehr

Musik der etwas anderen Art werden auch die in Laufenburg wohnhaften, aber weit über dessen Grenze hinaus bekannten Musiker Sonja Wunderlin und Gabriel Kramer in der Galerie Augenblick zum Besten geben. Im Theater Wiwa wird in kurzen Szenen gezeigt, was Theater eben nicht sein soll. «Wir haben das extra für die Kulturnacht eingeübt», so der Leiter des Theaters Martin Willi.

All das Aufgeführte ist nur ein kurzer Ausriss aus einem abgerundeten Kulturnachts-Angebot. Die Besucher kommen in den Galerien, den Kunsthandwerkläden, in den Museen, auf der Brücke, in der Codman-Anlage und weiteren Lokalitäten (www.kulturnachtlaufenburg.com) sicher auf ihre Kosten. Ist doch für jeden Geschmack etwas dabei.

Eine der am nächtlichen Event beteiligten Frauen sagte an der Pressekonferenz zudem noch treffend: «Es ist alles eins. Es geht auch nicht um die Grenze, sondern das grenzüberschreitende Verbindende.» Dazu zählen natürlich auch die hoffentlich vielen guten Begegnungen.

Um quasi eine Art Besuchererhebung machen zu können, liegen an der Kulturnacht zudem Flyer aus, die vom Publikum ausgefüllt werden sollen. Aus den ausgefüllten Flyern wird ein Gewinner gezogen, welcher dann zu einem Hans-Graf-Dinner geladen wird.

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