Sulz
Die Musikgesellschaft Sulz feiert 150 Jahre Jubiläum mit zweitägigem Fest

Die Musik beherrschte am Wochenende das Dorfgeschehen in Sulz. Stadtammann Rudolf Lüscher erwähnte deren besonderen Stellenwert in seiner Gratulationsrede. 150 Jahren Musikgesellschaft – für einen Verein keine Selbstverständlichkeit.

Dieter Deiss
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Toni Obrist, Präsident der Vereinigten Vereine, gratulierte der Musikgesellschaft.

Toni Obrist, Präsident der Vereinigten Vereine, gratulierte der Musikgesellschaft.

AZ

Im Anschluss an ein zweitägiges Fest auf dem Areal der Turnhalle Sulz, fand am Sonntag die eigentliche Geburtstagsfeier der Musikgesellschaft Sulz statt. Den Auftakt machte ein gemeinsamer Gottesdienst der vier Pfarreien des Seelsorgeverbands Schinberg im Festzelt. Begleitet von einem Bläserquartett umrahmten die Kirchenchöre von Kaisten, Laufenburg und Sulz die Feier.

Der Sulzer Gemeindeleiter Diakon Helmut Minich meinte in der Predigt, die wunderbare Kunst der Musik habe uns Gott in seiner Schöpfung geschenkt. Musik stifte und schaffe Gemeinschaft. Das harmonische Zusammenspiel funktioniere aber nur, wenn der Takt gegeben sei, führte er weiter aus.

Nach dem Mittagessen der Ehrengäste marschierte die MG Sulz zur festlich geschmückten Bühne hinauf. Vereinspräsident Florian Weiss begrüsste die Gästeschar. Die Ehrenmitglieder lud er nach vorne und platzierte diese vor der Bühne in einer komfortablen Sitzgruppe. «Unter den Ehrenmitgliedern gibt es solche, die über 70 Jahre dem Verein angehörten und beinahe die Hälfte der 150-jährigen Geschichte der MG Sulz miterlebt haben», so Weiss.

Bevor OK-Präsident Alex Stäuble seine Rede begann, stellte er einen mächtigen Strauss frischer Sonnenblumen vor sein Rednerpult. Seine Ansprache widmete er den zahlreichen Helferinnen und Helfern des dreitägigen Festes, angefangen von seiner Familie, über die OK-Mitglieder, den zahlreichen helfenden Vereinen und nicht zuletzt den Musikantinnen und Musikanten. Mit einer Sonnenblume aus dem prächtigen Straus bedankte er sich bei allen Helfern persönlich.

Die Gratulationen der Sulzer Vereine überbrachte Toni Obrist, Präsident der Vereinigten Vereine. Die Musikgesellschaft sei in Sulz ein Traditionsverein, der im Laufe der 150-jährigen Geschichte viele Hochs und Tiefs gehabt hätte. Obrist sagte: «Ich freue mich jedesmal, wenn an einem Anlass die MG Sulz die Anwesenden mit ihrem Spiel verwöhnt.» Der jubilierende Verein sei stets bereit, die anderen Vereine bei deren Arbeit zu unterstützen. Obrist schloss seine Ausführungen mit einem Gedicht über die Blasmusik.

Stadtammann Rudolf Lüscher betonte in seiner Gratulationsadresse den besonderen Stellenwert der Musik. In Anspielung auf das Festmotiv «Sulz tönt» meinte er, dass Sulz bis weit hinaus gehört werde. Hier würden eben noch Nägel mit Köpfen gemacht. Die MG Sulz habe ein tolles Fest für die Bevölkerung organisiert. «Wenn Sulz etwas macht, dann ist dies immer etwas Grossartiges», lobte der Stadtammann den Ortsteil Sulz. Bei «Sulz tönt» komme die Musik live zum Zuhörer, dies sei nicht zuletzt auch nachhaltig.

Die Gratulationen des Aargauischen Musikverbandes überbrachte dessen Vorstandsmitglied Kurt Obrist. «Es ist nicht mehr selbstverständlich, dass ein Verein derart lange besteht», so Obrist. Leider müssten heute auch etliche Vereine ums Überleben kämpfen oder im schlimmsten Falle gar ihre Tätigkeit einstellen. Er rief insbesondere Gemeinde und Bevölkerung dazu auf, ihre Musikvereine zu unterstützen.

Michael Vögeli, Präsident der befreundeten Stadtmusik Laufenburg, gratulierte im Namen seines Vereins und überraschte die Sulzer Musikantinnen mit zwei Geschenken: Zunächst lud er seine Sulzer Kolleginnen und Kollegen zu einem gemeinsamen Racletteabend ein und zum zweiten brachte er das am Cheisachercontest vom Freitagabend für das Erreichen des zweiten Ranges erhaltene Bargeschenk wieder zurück. Man sei nicht gekommen, um etwas zu holen, vielmehr habe man aus Freundschaft zur MG Sulz mitgewirkt.

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