Frick
Die Musikgesellschaft Frick präsentierte Melodien für Herz und Seele

Showtime war am Jahreskonzert der Musikgesellschaft angesagt. Die Musikanten servierten jede Menge «Feurig Blut» und überschäumende Lebensfreude. Sie schafften den Spagat zwischen Volksmusik aus der Schweiz und Mazedonien, zwischen Pop und Schlager.

Ingrid Arndt
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Jahreskonzert Musikgesellschaft Frick
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Andrea Büschi legte beim Stück Imagine ein herrliches Saxophonsolo hin.
Die Musikanten bedankten sich mit zwei Zugaben für den Applaus.
Das anspruchsvolle Medley Mazedonia wird die MG Frick als Selbstwahlstück am Eidgenössischen Musikfest in Montreux präsentieren.

Jahreskonzert Musikgesellschaft Frick

Ingrid Arndt

«Alls was bruchsch uf dr Wält isch Liebi und ein gueter Freund . . .» heisst es in einem der schönsten Volkslieder der Schweiz – die schönen Stunden dazu hatte neben dieser innigen Weise die Musikgesellschaft Frick unter kompetenter Leitung von Jochen Weiss an ihrem Jahreskonzert mitgebracht. Ganz nach dem Geschmack des Publikums hatten sie Melodien für Herz, Seele und Lebenslust parat. «Showtime» war angesagt, so servierten die Musikanten gleich zu Beginn jede Menge «Feurig Blut» von Hans Heusser, der zu den vier wichtigsten Schweizer Marschkomponisten gehört.

Eine Reise nach Mazedonien

Feurig temporeich auch der erste Satz von «Showtime» (Sven van Calster), grossartig interpretiert vom Orchester. Besinnlich langsam die irische Volksmelodie, erhaben fulminant das Finale. Zu einer Reise auf den Balkan hatte der junge Schweizer Komponist Mario Bürki mit dem Stück «Mazedonia» eingeladen. Die Zuhörer durften musikalisch dynamisch eintauchen in südeuropäische Mentalität mit all seiner überschäumenden Lebensfreude, aber auch der melancholische Traurigkeit, wenn sich Gefühle nicht erfüllen. Dieses anspruchsvolle Medley mazedonischer Volkslieder wird die MG Frick als Selbstwahlstück am Eidgenössischen Musikfest im Juni in Montreux präsentieren.

Bugs Bunny und die Steiner Chilbi

Begeistert klatschten die Zuhörer mit beim Urschweizer Ländler «Steiner Chilbi», den Jost Ribary 1933 in einer alten Chilbi in Steinen (Kanton Schwyz) komponierte und der mit seiner fröhlich urigen Melodie sofort zu einem Hit wurde. Keck und munter kam danach Bugs Bunny mit seinen bezaubernd unbekümmerten fünf Freunden daher, alles Figuren aus bekannten Trickfilmen wie zum Beispiel Tom und Jerry und jeder für sich ein kleiner Wirbelwind.

Das Musical «Sweet Charity» (Cy Coleman) wurde 1966 am Broadway uraufgeführt und handelt vom liebenswerten, naiven Amüsiermädchen Charity. In dem daraus bekannten Lied «Big Spender» singt sie von ihrem Hoffen und Bangen nach Zweisamkeit. Seit fast vier Jahren trifft sich regelmässig das Wiedereinsteigerensemble unter Leitung von Priska Herzog zum gemeinsamen Musizieren. An diesem Konzertabend komplettierten sie das Aktivorchester im letzten Teil des Programms. Lyrisch gefühlvoll das romantische «Imagine», in dem der britische Komponist, Friedensaktivist und Mitbegründer der Beatles, John Lennon, davon träumt, es gäbe keine Kriege, keine Schuld mehr, Menschen und Religionen lebten in Akzeptanz und Toleranz. Die Hymne gehört zu den Klassikern der Popmusik. Ein berührend glanzvolles Solo auf dem Saxophon präsentierte Andrea Büschi. «Atemlos» mit der erfolgreichen Sängerin Helene Fischer ging es dann dem Ende des Konzertabends entgegen. Mit zwei Zugaben bedankten sich die Musikanten für den Applaus.

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