Die Mumpferinnen und Mumpfer haben am Abstimmungssonntag gleich zwei wegweisende Entscheidungen getroffen. Zum einen ging es dabei um die Referendumsabstimmung zur Aufwertung des Rheinufers. Im Rahmen der Internationalen Bauausstellung Basel 2020 entwickelten die Gemeinden entlang des Rheins zwischen Rheinfelden und Stein das Projekt «Rheinufer extended».

Massnahmen sind auch in Mumpf geplant: Unter anderem sollen beim Turnplatz, beim Groppenweg und bei der Rheinstrasse Badetreppen für Rheinschwimmer entstehen sowie der Platz unterhalb des Restaurants Anker aufgewertet werden. Daneben soll der Rheinuferweg im Bereich zwischen Turnplatz und Fährdepot auf einem Abschnitt von rund 100 Metern erhöht werden.

An der Gemeindeversammlung im November war der entsprechende Verpflichtungskredit über insgesamt 500 000 Franken knapp angenommen worden. An der Urne wurde dieser Entscheid nun bestätigt: 170 Personen sprachen sich für das Projekt aus – das entspricht rund 53,5 Prozent. Die Stimmbeteiligung lag bei 37,3 Prozent.

Zum anderen wählten die Mumpfer Stimmberechtigten auch einen neuen Gemeinderat. Mit Hanspeter Zingg (50) und Markus Schmutz (54) hatten sich gleich zwei Kandidaten um den frei gewordenen Sitz von Beatrice Meier beworben. Durchgesetzt hat sich mit 175 Stimmen Markus Schmutz. Hanspeter Zingg erhielt 96 Stimmen.

Ersatzwahl in Wittnau

Auch in Wittnau wurde eine Ersatzwahl für den Gemeinderat durchgeführt. Dort war Markus Schnidrig im vergangenen Jahr aus gesundheitlichen Gründen zurückgetreten. Für den ersten Wahlgang hatten sich mit Niklaus Beck (65), Roger Birrer (42) und Philipp Schmid (54) gleich drei Kandidaten offiziell angemeldet.

Deutlich am meisten Stimmen erhielt Niklaus Beck (315) vor Philipp Schmid (83) und Roger Birrer (59). Verschiedene Bürgerinnen und Bürger erhielten vereinzelte Stimmen. Da Beck damit das absolute Mehr von 231 Stimmen erreicht hat, ist er neuer Gemeinderat von Wittnau. Damit ist das Gremium wieder komplett. Die Stimmbeteiligung lag bei 48,7 Prozent.

Referendumsabstimmung in Zeiningen

In Zeiningen kann die Gemeindeordnung angepasst werden. Die Stimmberechtigten bestätigten an der Urne – es handelte sich um ein obligatorisches Referendum – ihren Entscheid von der letzten Gemeindeversammlung. Demnach ist künftig der Gemeinderat für Änderungen der Gemeindegrenzen zuständig und die Schulpflege besteht nur noch aus drei Mitgliedern. Fast 80 Prozent stimmten der Änderung zu.