Laufenburg

Die MS «Stadt Laufenburg»: Ein Rheinschiff mit vielen Modifikationen

Wieder Wasser unter dem Kiel: MS «Stadt Laufenburg» gestern Montag bei der Einwasserung. chr

Wieder Wasser unter dem Kiel: MS «Stadt Laufenburg» gestern Montag bei der Einwasserung. chr

Die MS «Stadt Laufenburg» wurde nach einer rund fünfmonatigen Generalrevision wieder eingewassert. Fast 50 Jahre alt ist das Schiff schon, mit neuen elektronischen Anlagen ist es wieder auf modernstem Stand.

Die Attraktion für Touristen, Feriengäste, Vereine, Familien und die vielen Freunde der Stadt schwimmt jetzt wieder auf dem Rhein. Gemeint ist das Motorschiff «Stadt Laufenburg», das gestern Montag eingewassert wurde.

Generalüberholt kam es mit einem Spezialtransporter von der Werft RB Yachting GmbH in Pratteln-West und wurde beim Kraftwerk Laufenburg von einem Pneukran der Schwaderlocher Fixträger AG in den Fluss gehievt.

«Mehr gemacht als vorgesehen»

Der Verkehrsverein Laufenburg, Eigner der «Stadt Laufenburg», rechnete mit einem Aufwand von rund 50 000 Franken für die Generalrevision seines Schiffes. «Es wurde viel mehr gemacht, als ursprünglich vorgesehen war», erfuhr die Aargauer Zeitung von Silvia Blaser, beim Verkehrsverein für die Rheinschifffahrt zuständig.

«Im Laufe der Arbeiten in der Werft kam morsches Holz zum Vorschein, das ausgewechselt werden musste. Es brauchte im hinteren Bereich neue Fenster; die Scheiben sind neu. Durch den Einbau einer Heizung können künftig auch im Winter Fahrten mit dem Schiff durchgeführt werden.

Die ganze Elektrik ist neu und das ganze Schiff frisch gestrichen», so Silvia Blaser. Daneben gab es viele Modifikationen, etwa am Dach, der Innenbeleuchtung und an den Türschlössern.

Das Treibstoffsystem ist neu, das Auspuffsystem abgeändert (mit Endrohr unter Wasser, was eine Geräuschreduktion bewirkt), der Motor nun mit einem Doppel-Dieselfilter ausgestattet und die Schiffschraube angepasst.

Einwasserung des Schiffs MS Laufenburg

Einwasserung des Schiffs MS Laufenburg

Ein Bugstrahlruder eingebaut

Dank des Bugstrahlruders, das RB-Yachting-Geschäftsführer Rolf Braun im Rahmen der Generalrevision eingebaut hat, lässt sich das Schiff künftig beim An- und Ablegen am Steg viel besser manövrieren.

Heute Dienstag erfolgt die Abnahme der «Stadt Laufenburg» durch den Experten des kantonalen Schifffahrtsamtes, und morgen Mittwochnachmittag steht bereits die erste Passagierfahrt auf dem Plan – eine Naturfahrt mit Meinrad Bärtschi.

Bei dem 12 Meter langen und 9,5 Tonnen wiegenden Laufenburger Rundfahrtenschiff, das 30 Passagieren Platz bietet, handelt es sich übrigens um die ehemalige Fähre, die zwischen Full und Waldshut verkehrte.

Das 1964 von der Bodan-Werft in Kressbronn am Bodensee gebaute Schiff nahm am 5. Juli 1998 den Betrieb in Laufenburg auf. Das Fahrgastschiff war ein Geschenk des inzwischen leider verstorbenen Laufenburger Unternehmers und Politikers Alfred Kuratle an die Stadt.

Einwasserung Motorschiff MS Stadt Laufenburg

Einwasserung Motorschiff MS Stadt Laufenburg

Das Laufenburger Schiff hat in nächster Zeit einige Einsätze zu bewältigen. Dazu Silvia Blaser: «Das erneuerte Fahrgastschiff weist jetzt ein Plus an Bequemlichkeit und Fahrkomfort auf. Dem Verkehrsverein stehen sechs Kapitäne für die Fahrten mit dem Schiff zur Verfügung.» Zu ihnen zählt auch Silvia Blaser.

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