Hellikon

Die marode Strasse kostet viel Geld

Die Kantonsstrasse durch Hellikon ist in einem schlechten Zustand. 2019 soll sie saniert werden.

Die Kantonsstrasse durch Hellikon ist in einem schlechten Zustand. 2019 soll sie saniert werden.

Nachdem sich Anwohner jahrelang gewehrt hatten, könnte es 2019 mit der Sanierung der K494 losgehen.

Wer auf der Hauptstrasse durch Hellikon fährt, wähnt sich bisweilen auf einer Testpiste für Stossdämpfer. Hier ein Flicken, da ein Schlagloch, dort eine Bodenwelle. Ein «Schüttelbecher» sei die Strasse, sagt Gemeindeschreiber Severin Isler. Dabei sollte die K494 eigentlich längst saniert sein.

Im Sommer 2013 genehmigte die Helliker Gemeindeversammlung einen Dekretsbeitrag in der Höhe von fast 750'000 Franken für die Sanierung der Strasse inklusive der Gehwege. Der Kanton sollte sich mit gut 1,3 Millionen Franken beteiligen. Danach folgte innerhalb eines Monats die öffentliche Auflage des Projekts. Geplant hatte man damals mit einem Baustart 2015.

Beschwerde abgewiesen

Seither ist, zumindest sichtbar, nichts mehr geschehen. In den Rats- und Gerichtsstuben aber sorgte die K494 für ordentlich Betrieb. Fünf Einsprachen gingen während der Auflage gegen das Projekt ein. Allesamt wurden sie zwar von der Rechtsabteilung des Kantons abgewiesen; ein Beschwerdeführer zog diesen Entscheid allerdings weiter. Erst in diesem Jahr wies auch die nächste Instanz, das Verwaltungsgericht, die Beschwerde ab.

«Im Moment sind wir im Landerwerbsverfahren», sagt Andreas Drohomirecki, Projektleiter beim Kantonalen Departement Bau, Verkehr und Umwelt. Die Verträge wurden zur Unterzeichnung an die betroffenen Eigentümer verschickt. «Während einige Verträge bereits unterzeichnet zurückgekommen sind, fehlen andere – trotz Nachfrage unsererseits – noch. Mit diesen Eigentümern werden wir Anfang Jahr das Gespräch suchen», so Drohomirecki. Dem Kanton ist es ein Anliegen, dass es nun vorwärts geht. «Die Strasse ist in einem bedenklich schlechten Zustand«, betont der Projektleiter.

Zustand verursacht Kosten

Vorwärts gehen soll es aber auch, weil die Strasse im jetzigen Zustand praktisch laufend Kosten verursacht. Beim Kanton, weil immer wieder nachgebessert und geflickt werden muss; gerade nach dem Winter. Und bei der Gemeinde: «Im Bereich der Strasse verlaufen viele alte Wasserleitungen, die längst hätten erneuert werden sollen», sagt Severin Isler. Die Gemeinde wartet mit der Sanierung allerdings auf das Strassenprojekt – «weil es nichts bringt, einen Graben für die Leitungen aufzureissen, wenn dann wenig später an der Strasse gebaut wird», erklärt der Gemeindeschreiber. In der Zwischenzeit muss die Gemeinde für die Schäden an den Wasserleitungen aufkommen. Einige Tausend Franken kostete das seit 2014. «Wir wären deshalb wirklich froh, wenn die Strasse bald saniert würde», sagt Isler.

«Baustart 2019 realistisch»

Einen genauen Termin für den Baustart kann der Kanton derzeit noch nicht nennen. Ist der Landerwerb abgeschlossen, gilt es, das Ausführungsprojekt sowie die Ausschreibung und Vergabe der Arbeiten durchzuführen.

Einen Baustart «im Frühjahr 2019» hält Projektleiter Andreas Drohomirecki für realistisch. «Wenn es früher ist, umso besser.» Allerdings: Frühjahr 2019 wird wohl nur klappen, wenn der Kanton sich mit den Eigentümern im Januar auf den Landerwerb einigen kann. Denn es gibt die Möglichkeit, dass auch die Landerwerbsverträge angefochten werden.

Dann müsste das kantonale SpezialVerwaltungsgericht entscheiden. Aus Erfahrung weiss Drohomirecki, dass dies «eine erneute Verzögerung um drei bis sechs Monate» bedeuten könnte. Ein schlechtes Szenario, sowohl für den Kanton als auch die Gemeinde.

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