Möhlin

Die «Leigrube» kommt jetzt doch noch mal vor die Gmeind

Geht es nach den Gegner, so bleibt die «Leigrube» langfristig grün.

Geht es nach den Gegner, so bleibt die «Leigrube» langfristig grün.

Die Gegner der geplanten Überbauung stellen an der nächsten Gemeindeversammlung den Antrag, das Projekt noch einmal zu traktandieren.

Den Gegnern der geplanten Überbauung des Gebiets Leigrube in Möhlin geht die Luft nicht aus. In einem offenen Brief wandten sich die drei Gruppierungen «IG Leigrube», «Zukunft Möhlin» und «ProKulturland» Ende April an den Gemeinderat von Möhlin. Die Forderung: Über die Zonierung der Leigrube soll die Gemeindeversammlung nochmals abstimmen können.

Inzwischen ist die schriftliche Antwort des Gemeinderats eingetroffen – ein Nein. «Der Gemeinderat will das umstrittene Überbauungsprojekt durchziehen, trotz grundsätzlicher Kritik und trotz dem Wachstums-Nein zum Projekt Rüttenen im vergangenen Dezember», heisst es in einer Mitteilung der Gruppierung dazu.

Der Gemeinderat plant, das rund 2,9 Hektar grosse Areal an einen Investor zu verkaufen. Ein erster Entwurf eines Gestaltungsplans hatte vor einem Jahr allerdings für derart heftige Reaktionen gesorgt, dass er wieder verworfen wurde. Anfang April folgte Vorschlag zwei: eine abgespeckte Variante mit Ein-, Zwei- und Mehrfamilienhäusern; teilweise mit drei Geschossen.

«Dafür haben wir 2011 aber nicht gestimmt», machen die Gruppierungen in ihrer Mitteilung nun deutlich. Damals war das Gebiet als Wohnzone W1 definiert worden – also als klassisches Einfamilienhaus-Quartier. Der Gemeinderat macht für die Planänderung das neue Raumplanungsgesetz und das darin festgeschriebene verdichtete Bauen verantwortlich; eine Überbauung mit Einfamilienhäusern sei nicht mehr möglich.

Auszonung an der Wintergmeind?

Die drei Gruppierungen lassen das Nein des Gemeinderats zu ihrer Forderung aber nicht auf sich sitzen. «Wir begehen den demokratischen Entscheidungsweg», heisst es in der Mitteilung. Will heissen: An der kommenden Gemeindeversammlung vom 22. Juni stellen sie einen Überweisungsantrag. «Der Gemeinderat soll für die nächste Gemeindeversammlung die Auszonung der Leigrube traktandieren und zur Abstimmung bringen», so der Antrag im Wortlaut. Sagen die anwesenden Stimmberechtigten Ja zum Antrag, werden sie an der Wintergemeindeversammlung über die Auszonung der Leigrube entscheiden können.

Das sei im Interesse aller, so die Gruppierungen. «Klärung tut in dieser Sache Not. Klärung für die Gemeinde, die privaten Landeigentümer wie auch für die Kritiker.» Sie wollen in den kommenden Wochen bis zur Versammlung einen Abstimmungskampf lancieren.

Für den Gemeinderat komme der Antrag «nicht ganz überraschend», sagt Vizeammann Lukas Fässler. «Wir warten nun die Versammlung ab.»

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