Die Grimmermatte ist für Laufenburg historisch bedeutsam. Sie ist Teil des Schlossbergensembles und umfasst neben der Matte von rund 1300 Quadratmetern auch Stützmauern der Stadtbefestigung und ein Türmchen. Hinzu kommen zwei Wohnliegenschaften mit insgesamt acht Wohnungen sowie vier Garagen.

Die Ortsbürgergemeinde ist schon seit längerem in Kontakt mit Greti Grimmer-Borer und hat ihr Interesse an einer Übernahme kundgetan.

Freude über den Kauf

Im vergangenen Dezember konnte dann der Kaufvertrag für eine Summe von 980 000 Franken unterzeichnet werden – vorbehaltlich der Genehmigung durch die Ortsbürgergemeindeversammlung. Am Donnerstag stimmten die 49 anwesenden Laufenburger Ortsbürger an einer ausserordentlichen Gmeind dem Kaufvertrag einstimmig zu.

Greti Grimmer-Borer erhält ein lebenslängliches unentgeltliches Nutzniessungsrecht und wird die Liegenschaft auch weiterhin auf eigene Kosten unterhalten. Wie die Liegenschaft später saniert werden soll, wird dannzumal wieder der Ortsbürgergemeinde zur Abstimmung vorgelegt.

Die Freude über den Kauf war an der Versammlung spürbar. Eine Versammlungsteilnehmerin bat den Gemeinderat, Greti Grimmer-Borer den ausdrücklichen Dank zu überbringen, der Verkauf an die Ortsbürgergemeinde sei keineswegs selbstverständlich. Stadtammann Herbert Weiss versprach, den Dank zu übermitteln, und dankte seinerseits Frank Fischer von der Ortsbürgerkommission, der das Geschäft in Absprache mit dem ehemaligen Stadtammann Rudolf Lüscher vorbereitet hatte.

Ein Bunker für 260 Franken

Auch der Kauf einer gut 700 Quadratmeter grossen Landparzelle in Leidikon inklusive Bunker wurde von den Ortsbürgern genehmigt. Der Forstdienst hatte sein Interesse an der Parzelle angemeldet, da er sie als Lagerplatz gebrauchen kann. Der Bunker muss im heutigen Zustand erhalten werden. Die Kosten belaufen sich auf total 2045 Franken – 260 Franken davon für den Bunker.

Stadtammann Weiss zerstreute Bedenken eines Votanten, dass mit dem Kauf des Bunkers dereinst einmal grosse Kosten auf die Ortsbürger zukommen könnten. Dies sei aus heutiger Sicht kaum denkbar, so der Stadtammann.