Laufenburg

Die Laufenburger Bäckerei Maier feiert ihr 120-Jähriges

Horatio Gollin

Eröffneten den Festanlass: Roman (l.) und Gregor Maier, Mitglieder der Geschäftsleitung der Bäckerei Maier.

Horatio Gollin

Aus der 1898 gegründeten Bäckerei Maier ist mittlerweile ein Unternehmen mit 135 Mitarbeitern geworden. In Laufenburg ist sie die einzige von ehemals fünf Bäckereien, die übrig geblieben ist.

Ihr schon hohes Alter mit 120 Jahren feierte die Bäckerei Maier mit einem Jubiläumsfest, das alles andere als altbacken war, nämlich frisch und jung. Beim offiziellen Anlass gab es Poetry Slam mit Gina Walter und durch das Coaching von Mahsa Amoudadashi eine Fortbildung gleich dazu.

In bester Tambouren-Manier trommelnd, riefen Roman und Gregor Maier von der Bäckerfamilie die zahlreichen Gäste des offiziellen Anlasses zum 120-Jahre-Jubiläum an die Tische. Ururgrossvater Friedrich Ernst Maier hatte 1898 das Unternehmen gegründet, das heute in vierter und fünfter Generation geführt wird.

Die Brüder Roman und Gregor bilden zusammen mit ihren Eltern Rosy und Guido Maier sowie ihrem Onkel Andy Maier die Geschäftsleitung. Heute verkauft die Bäckerei in acht Filialen ihre Brote und Brötchen, Feingebäck und Torten.

Nur ein Beck ist übrig geblieben

Vor 120 Jahren hatte es in Laufenburg noch fünf Bäckereien gegeben, während heute nur noch eine übrig ist, führte Roman Maier aus, der drei Zahlen hervorhob. Die 5080 steht für Laufenburg, wo es der Vorfahr geschafft hatte, auf wenigen Quadratmetern sein Geschäft zu etablieren.

Der Erfolg und das Wachstum erreichten 2009 einen Höhepunkt mit der Errichtung der neuen Backstube in der Werkstrasse. Die 135 steht für die Anzahl der Mitarbeiter, die dafür sorgen, dass der Ofen nie kalt ist. «Die Zahl wird noch steigen, wenn wir im Herbst unsere neunte Filiale in Möhlin eröffnen», meinte Roman Maier. Und die 5 steht für die Familienmitglieder in der Geschäftsleitung.

Bei kurzen Interviews, die Roman Maier mit seinen vier Familienmitgliedern führte, wurde deutlich, dass sich die Bäckerfamilie vor allem wünscht, dass es so weitergeht und auch die sechste Generation das Bäckerhandwerk ergreift.

Zum Festakt waren Freunde, Kunden und Lieferanten gekommen. Stadtammann Herbert Weiss überbrachte die Grüsse des Gemeinderats, und auch Präsidentin Franziska Bircher gratulierte im Namen von Gewerbe-Region Frick-Laufenburg.

Die zwei programmatischen Höhepunkte waren die Poetry-Slam-Einlage von Gina Walter und das Motivations-Coaching von Mahsa Amoudadashi. Walter zerpflückte mit scharfer Zunge Redewendungen und Kalenderweisheiten, während Amoudadashi sowohl eine kleine Führungs- wie Mitarbeiterfortbildung leistete und herausarbeitete, warum Mitarbeiter von ihrer Arbeit begeistert werden müssen und welche Rolle Wertschätzung dabei spielt.

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