Hornussen

Die Klein AG hat ihre Bilanz deponiert

Wie es mit dem Entsorgungszentrum Hornussen weitergeht,müssen die Beteiligten mit dem Konkursrichter klären. mf

Wie es mit dem Entsorgungszentrum Hornussen weitergeht,müssen die Beteiligten mit dem Konkursrichter klären. mf

Das Entsorgungsunternehmen Klein AG musste seine Bilanz deponieren. Per sofort führt die Waser AG die Geschäfte weiter und übernimmt einen Grossteil der Beschäftigten.

Am Donnerstag musste die Firma Klein AG ihre Bilanz deponieren. Geschäftsführer Andreas Schaffner führt finanzielle Verfehlungen eines ehemaligen Geschäftspartners als Grund an, sagt aber auch: «Die Branche ist teilweise in einer schwierigen Situation. Die Mengen an Altpapier und Altmetall haben abgenommen.» Vielen Fricktalern ist die Klein AG ein Begriff. Wegen der Entsorgungszentren in Rheinfelden und Hornussen etwa, oder wegen des Muldenservices.

Waser AG übernimmt Geschäfte

Marc Waser, Geschäftsführer der Waser AG mit Sitz in Birsfelden, führt Entsorgungszentren in Birsfelden, Sissach und Therwil. Zudem hat die Waser AG in Möhlin ein Muldendepot. Nun übernimmt sie per sofort auch die Geschäfte der Klein AG und sorgt für einen nahtlosen Übergang bei laufenden Aufträgen. Der Entscheid sei aus strategischen Gründen gefallen, so Marc Waser, «und um den Markt im Fricktal besser bedienen zu können». In Rheinfelden hat die Waser AG das Entsorgungszentrum bereits übernommen. «Wir haben grosses Interesse, auch den Standort Hornussen nahtlos weiterzuführen», führt Marc Waser weiter aus. Da das Entsorgungszentrum aber noch der Klein AG gehört, müsse dies erst mit dem Konkursrichter besprochen werden.

Am Ende sei alles sehr schnell gegangen, erklärt Marc Waser. Einige Fragen seien deshalb noch nicht geklärt. «In Möhlin etwa haben wir einen Platz gemietet, der mehrheitlich als Muldendepot dient. Hier ist die Zukunft noch offen.»

Bisher beschäftigte die Waser AG rund 70 Mitarbeitende. Neu wird die Zahl über 80 steigen. Die Waser AG sei bestrebt, die Mitarbeitenden der Klein AG, soweit möglich, zu übernehmen, heisst es in der Medienmitteilung. Marc Waser präzisiert: «Wir werden rund 70 Prozent der knapp 20 Angestellten übernehmen. Das liegt daran, dass sich einige Mitarbeiter der Klein AG bereits im gekündigten Verhältnis befinden.»

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