Schupfart
Die Kläranlage hat ausgedient, sie ist jetzt nicht mehr in Betrieb

Schupfart hat auf den teuren Ausbau der Abwasserreinigungsanlage verzichtet und stattdessen eine Schmutzwasser-Transportleitung bauen lassen. Das Abwasser wird in der ARA in Möhlin gereinigt. Die Kläranlage in Schupfart hat somit ausgedient.

Walter Christen
Drucken
Teilen
Wird jetzt nicht mehr zur Reinigung von Abwasser benötigt: Kläranlage in Schupfart. – Foto: chr

Wird jetzt nicht mehr zur Reinigung von Abwasser benötigt: Kläranlage in Schupfart. – Foto: chr

Die Wasserqualitat des wenig Wasser führenden Fischingerbachs wird seit Jahren durch das eingeleitete Abwasser der Kläranlage Schupfart beeinträchtigt. Weil das Verhältnis Bachwasser zu eingeleitetem Abwasser nahezu eins zu eins ist, müsste die Reinigungsleistung der Abwasserreinigungsanlage (ARA) Schupfart massiv erhöht werden. Anstelle eines Ausbaus der ARA erweist sich das Ableiten des Rohabwassers in die grössere ARA in Möhlin mit dem weit leistungsfähigeren Vorfluter Rhein sowohl ökologisch als auch wirtschaftlich sinnvoller. Nachdem im Sommer die Transportleitung von Schupfart nach Obermumpf fertiggestellt werden konnte, ist die Schupfarter Kläranlage inzwischen ausser Betrieb genommen worden.

Bis das zur Baubewilligung eingereichte Projekt eines Regenklärbeckens jedoch realisiert ist, mussten Vorkehrungen getroffen werden, um den Bach vor Verunreinigungen durch unbehandelt entlastetes Regenwasser aus der Kanalisation zu schützen. Als Provisorium wurde nun das Vorklärbecken für einen Regenbeckenbetrieb umgebaut. Das Abwasser wird auf diese Weise weiterhin durch den Rechen ins Vorklärbecken geleitet und von dort in die Transportleitung gepumpt, wo es via Wallbach zur ARA Bachtalen in Möhlin abfliesst.

Die Pumpe fördert übrigens, mit maximal 40 Litern pro Sekunde, die sechsfache Trockenwettermenge. Bei Regen wird das über diese Menge zusätzlich anfallende (Regen-)Wasser im Rechen und im Vorklärbecken von Grobstoffen wie Papier, Hygieneartikeln und anderem gereinigt – und zwar noch bevor es in den Fischingerbach entlastet wird. Es muss schon sehr heftig regnen, damit Abwasser unbehandelt in den Bach gelangt.

Mit diesem Vorgehen wird die Wasserqualität im Fischingerbach zwischen Schupfart und Obermumpf deutlich verbessert. Und sobald oberhalb der ARA in Schupfart das neue Regenklärbecken steht, kann auch die provisorische Regenwasserbehandlung auf dem Areal der Kläranlage ausser Betrieb genommen werden.