Fusion

Die Kirchgemeinden Hornussen und Zeihen stimmen über Fusion ab

Die Gottesdienste sollen weiterhin in Hornussen (Foto) und Zeihen stattfinden. Claudia Meier

Die Gottesdienste sollen weiterhin in Hornussen (Foto) und Zeihen stattfinden. Claudia Meier

Fusion Röm.-kath. Kirchgemeinden Zeihen und Hornussen stimmen am 20. August über Vertrag ab. Wird er angenommen, ware dies die erste zustande gekommene Fusion zweier röm.-katholischer Kirchgemeinden im Kanton Aargau.

Mit einem Vertrag absichern, was bereits seit zwei Jahren verstärkt gelebt wird, das wollen die Römisch-katholischen Kirchgemeinden Hornussen und Zeihen.

«Der rechtliche Zusammenschluss der beiden Kirchgemeinden geschieht im Bewusstsein, dass der Glaube nur als Gemeinschaft in seiner ganzen Fülle verwirklicht werden kann, und dass durch die Stärkung der vormals separaten Kirchgemeinden der Glaube vor Ort noch verstärkt erfahr- und erlebbar gemacht werden kann», steht einleitend zum Fusionsvertrag geschrieben.

Über diesen werden die Stimmberechtigten an den ausserordentlichen Kirchgemeindeversammlungen vom 20. August zu befinden haben. In dieser Woche konnten sich Interessierte an Informationsveranstaltungen in Zeihen und Hornussen ein weiteres Mal den Zusammenschlussvertrag und die Konsequenzen der Fusion erklären und offene Fragen beantworten lassen.

Historischer Moment

Der Kirchgemeinde Hornussen gehören die Gemeinden Hornussen, Bözen und Elfingen an, jener von Zeihen Effingen, Gallenkirch, Linn und Zeihen. Sagen die Stimmberechtigten am kommenden Dienstag ja zum Zusammenschluss, kann dies als historischer Moment festgehalten werden. Es wäre die erste zustande gekommene Fusion zweier röm.-katholischer Kirchgemeinden im Kanton Aargau.

Einer der Gründe, eine Verschmelzung der beiden Kirchgemeinden in Angriff zu nehmen, ist die immer schwieriger werdende Rekrutierung von Personen für ein Amt in der Kirchenpflege, sagt Karl Herzog, Präsident der Kirchenpflege Hornussen. Er erklärt weiter, dass bei einem Zusammenschluss nicht wirklich Geld gespart werde. Unter anderem sei es das Ziel, das Kirchenpflegeamt attraktiver zu machen, sprich auch hier etwas mehr Geld zu investieren. Es braucht bei einer künftig neuen Kirchgemeinde zwar nur noch eine Kirchenpflege. Der Aufwand für die fünf Mitglieder wird mit der gewachsenen Kirchgemeinde aber steigen.

Die Pfarreien bleiben

Auch bei einem Zustandekommen des Schulterschlusses bleiben die jeweiligen Pfarreien bestehen und tragen weiterhin die Namen Pfarrei St. Mauritius Hornussen sowie Pfarrei Karl Borromäus. Karl Herzog erklärt hierzu: «Für alles Finanzielle ist die Kirchenpflege zuständig, das Seelsorgerische obliegt den Pfarreien.» Für die Gläubigen bleibt – was die Kirchen, die Gottesdienste, die seelsorgerische Betreuung anbelangt – alles beim Alten.

Wird an den ausserordentlichen Versammlungen der Fusion zugestimmt, dieser Beschluss an der Urne am 22. September bestätigt und sich auch die Synode im November dafür ausspricht, tritt die neue Kirchgemeinde Hornussen-Zeihen am 1. Januar 2014 in Kraft.

Keine Heiratsstrafe

Dank der neuen Finanzordnung der Landeskirche fliesst ein jährlicher Finanzausgleich von mindestens 68 000 Franken in die Kasse der zusammengeschlossenen Kirchgemeinde. Und das über die nächsten acht Jahre. Gestartet wird gegenüber heute leicht reduzierten Steuerfuss von 26 Prozent.

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