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Die Kirchenmauer ist für die für nächste Generation bereit

Die 2. Etappe der Sanierung der Kirchenmauer ist in diesen Tagen abgeschlossen worden - mit zweijähriger Verzögerung, weil ein Nachbar nach einem Baubewilligungsverfahren für die Sanierungsarbeiten verlangte.

Susanne Hörth
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Katarzyna Müller, Marco Heinzer, Karl Herzog, Elisabetta Cali, Isabel Haupt, Alex Fürst, Markus Sekinger, Christian Zbinden und Rainer Kaufmann vor einem Teil der fertig sanierten, rund 300-jährigen Kirchenmauer. sh

Katarzyna Müller, Marco Heinzer, Karl Herzog, Elisabetta Cali, Isabel Haupt, Alex Fürst, Markus Sekinger, Christian Zbinden und Rainer Kaufmann vor einem Teil der fertig sanierten, rund 300-jährigen Kirchenmauer. sh

Die Kirchenmauer in Hornussen ist 300 Jahre alt, Teile davon sogar noch älter. Mit zweijähriger Verzögerung ist nun auch die zweite Etappe der Kirchenmauersanierung abgeschlossen worden. Zwei Jahre sind im Vergleich zum Alter des Gemäuers eine kleine Zahl, für die Verantwortlichen der Kirchenpflege, aber auch alle anderen Involvierten – Denkmalpflege, Bausachverständige, Bauunternehmen – eine Geduld erfordernde Zeit.

Keine Baubewilligung notwendig

Weil ein Nachbar nach einem Baubewilligungsverfahren für die Sanierungsarbeiten verlangte, dies bis vor das Verwaltungsgericht zog, verzögerten sich die Bauausführungen. Die mit rechtskräftigem Entscheid nicht baubewilligungspflichtigen Arbeiten konnten dann im Frühling dieses Jahres in Angriff genommen werden.

Ein kleines Fest zum Abschluss

Der Abschluss der Kirchenmauersanierung – die erste Etappe wurde bereits 2009 für 70000 Franken fertiggestellt – war allen Beteiligten ein «Anstossen» und vor allem ein Dankesagen wert. So fanden sich am frühen Dienstagabend am Fusse der sanierten Mauer ehemalige und amtierende Kirchenpfleger, Ingenieur, Baufachleute und Denkmalpflegerin zu einem Augenschein und kurzer Information ein. Kirchenpflegepräsident Karl Herzog freute sich über das vollendete Werk.

Seinen speziellen Dank für ihr grosses Engagement richtete er an Elisabetta Cali, ehemalige Präsidentin der Kirchenpflege und heute noch mit dem Mandat für die Kirchenmauersanierung betraut. Isabel Haupt von der kantonalen Denkmalpflege betonte, wie wichtig es sei, dass sich die Kirchenpflegen zum Erhalt der denkmalgeschützten Bauten einsetzen. «Oftmals sind es die kleineren Arbeiten, die zum Erhalt der Kirche und ihrer Umgebung beitragen», lobt die Denkmalpflegerin und verwies auch noch auf das Jubiläum der Hornusser Pfarrkirche St. Mauritius. Das imposante Gebäude feiert heuer sein 300-Jahr-Jubiläum.

Von der Hornusser Kirchenpflege beauftragt, hat der Bausachverständige Rainer Kaufmann die nordöstlich gelegene Kirchenmauer vorgängig der Sanierung einer statischen Überprüfung unterzogen. Mit klaren Erkenntnissen, so der Ingenieur. Die Gesamtstabilität der Umgebungsmauer Nordost sei gewährleistet. Festgestellt wurde, dass die vorhandenen Schäden in der Mauerwerkstruktur mit periodischen Instandstellungen vor weiterführenden Schäden bewahrt werden müssen. Ausserdem fehle die Entwässerung weitgehend. Zudem wurde empfohlen, um Schäden im Mauerfussbereich zu verhindern, einen Streifen von rund zwei Metern von Gehölz zu roden.

All diese Arbeiten wurden zwischenzeitlich getätigt. Die Mauer ist nun für die nächste Generation bereit.

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