Die Jüngsten mit der Welt der Wissenschaften bekannt machen wird ab Oktober die grenzüberschreitende Kinderuni Hochrhein, die von der Schweizer Gemeinde Stein und der Stadt Bad Säckingen auf deutscher Seite am Mittwoch aus der Taufe gehoben wurde.

Abwechselnd in Bad Säckingen und Stein halten Professoren und Lehrende an Hochschulen Vorlesungen für Kinder im Alter von acht bis zwölf Jahren. Das Angebot richtet sich an Kinder aus den Landkreisen Waldshut und Lörrach sowie den Aargauer Kommunen zwischen Frick und Stein.

Auf Altersgruppen zugeschnitten

Die Vorlesungen etwa zum Thema «Warum ist das Meer salzig» oder «Wie geheim ist eine Geheimschrift» sind auf die Altersgruppe zugeschnitten, und die Wissenschaftler bringen bereits Erfahrungen mit Kinder-Unis mit. «Der erste Block besteht aus vier Vorlesungen zu ausgewählten Themen für Kinder, die namhafte Hochschullehrende vortragen», erklärt Professor Helmar Burkhart, der den Anstoss zu dem Projekt gab.

Als Gründungsrektor der Kinderuni Hochrhein wirkt er mit und betreut den inhaltlichen Teil des Projekts. Er selbst ist Hochschullehrer an der Universität Basel, wo die Kinder-Uni Basel inzwischen zu einer festen Institution geworden ist. Die Nachfrage unter den Kindern sei dort so gross, dass in den Vorlesungswochen inzwischen zwei Vorlesungen gehalten würden, sagt er.

Die Erfolgsgeschichte des Konzeptes begann 2002 mit der Kinderuni an der Universität Tübingen, die 2005 den Descartes-Preis, die höchste Auszeichnung für wissenschaftliche Projekte von der Europäischen Union verliehen bekam. Zwischenzeitlich übernahmen rund 70 Hochschulen dieses Modell, darunter die Universitäten Konstanz, Basel und Zürich. «Um auch am Hochrhein und gerade im ländlichen Raum Kindern die Möglichkeit zu geben daran zu partizipieren, haben wir dieses grenzüberschreitende Konzept auf den Weg gebracht», so Bürgermeister Alexander Guhl und sein Kollege Hansueli Bühler, Gemeindeammann aus Stein.