Rheinfelden

Die «Kaufstadt» ist nun im Frühlingserwachen

Präsident Marco Veronesi (links) sowie Tanja Farciew und Kevin Kunz hoffen auf ein Frühlingserwachen

Präsident Marco Veronesi (links) sowie Tanja Farciew und Kevin Kunz hoffen auf ein Frühlingserwachen

Die Detaillisten-Vereinigung «Kaufstadt» startet in diesem Frühling mit neuem Vorstand auch neue Aktivitäten. Am 1. Mai wird in der Altstadt die Initiative «Frühlingserwachen» lanciert. Der neue Vorstand hofft, dass viele Geschäfte mitmachen.

Das Geschäftsleben im historischen Städtli ist vielen nicht gleichgültig. In jüngster Vergangenheit harzte es jedoch in der Detaillisten-Vereinigung Kaufstadt, weil sie sich nur noch auf die Organisation von Events konzentriert hatte und auch das Mitglieder-Engagement ausgeblieben war. Doch nun zeichnet sich mit einem kürzlich neu gewählten Vorstand ein Frühlingserwachen ab. Gar im doppelten Sinn.

«Wir geben nur den Rahmen vor, die Geschäfte können sich individuell mit Ideen und Aktionen einbringen», bestätigt Marco Veronesi, der neue Präsident, im Gespräch mit der az und verweist auf die für den 1. Mai in der Altstadt geplante Initiative unter dem Motto «Frühlingserwachen». Ihn freuts, dass sich engagierte Mitstreiter finden liessen.

Als da wären Tanja Farciew und Kevin Kunz, die sich hoch motiviert darum kümmerten, dass möglichst viele Geschäftsleute an der neuen Aktion mitmachen, dabei auch persönlich Flagge zeigen. «Wir haben zahllose Gespräche geführt», berichtet das Mini-Team und bestätigt, dass nicht nur die Marktgasse, sondern auch «die bislang eher vernachlässigten Nebengässchen» oder Obertorplatz einbezogen werden. «Die Beizen und Restaurants sprachen wir ebenfalls an. Positiv.»

Jeder Betrieb birngt sich mit Ideen ein

Nun dominiert die Idee, dass unter dem Markenzeichen «Kaufstadt» jeder Betrieb sich mit eigenen Ideen und damit Aktionen einbringen kann, also etwas Individuelles bietet. Das Motto vom «Frühlingserwachen» wird noch dadurch ergänzt, dass es eine «grün-weisse Richtschnur» als Frühlingssymbol durchs Städtli gibt; beispielsweise durch ausgelegte Teppichfliesen oder in den Restaurant-Bereichen durch entsprechende farbliche Dekorationen. Tanja Farciew und Kevin Kunz sind sich einig: «Jedes Geschäft soll je nach personeller Kapazität auf seine Stärken aufmerksam machen.» Am «Frühlingserwachen», an dem sich Geschäfte und Gastronomie zwischen 10 und 18 Uhr individuell präsentieren, sind auch diverse Events auf der Gass angesagt. Das Latin-Trio «De Cache» tritt zwischen Zähringer- und Albrechtsplatz auf, wechselt also seine Standorte, um Bewegung in die Szene zu bringen.

Der neue «Kaufstadt»-Chef lässt keine Zweifel offen: «Wir sehen uns nicht mehr als Event-Organisation, sondern wünschen das Engagement der Geschäfte im Rahmen ihrer jeweiligen Möglichkeiten.» Da sei viel Potenzial vorhanden, ohne die Kostenschraube hochzudrehen; um Effizienz und wirkungsvolles Auftreten müssten sich alle Mitwirkenden selbst kümmern. «Unser strategisches Ziel ist es, Rheinfelder Identität zu stiften, weil wir eine hohe Dienstleistungsbereitschaft haben.»

Die «Kaufstadt» sieht Veronesi als Dachorganisation, um Netzwerke zu pflegen und auch gegenüber Behörden aufzutreten. «Dazu brauchen wir die Solidarität möglichst vieler Mitglieder.» Dass sich für das «Frühlingserwachen» 39 Teilnehmende fanden, empfindet Veronesi als «grossartige Resonanz». Es gehe darum, nichts in ein Schema zu pressen, sondern «dynamische Entwicklungen» zu ermöglichen. «Mitwirken muss Spass und Erfolg bereiten», meint Veronesi. Er plädiert dafür, «Identität zu stiften» und in der Region auf die «Rheinfelder Spezialitäten» hinzuweisen.

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