Werkhof

Die Kaistener möchten einen Neubau und keinen Umbau

Kaisten

Kaisten

Eine Personengruppe möchte eine Diskussion mit dem Gemeinderat und der Bevölkerung in Kaisten zum vorliegenden Sachgeschäft Werkhof-Feuerwehr anregen.

«Die kommende Gemeindeversammlung verspricht interessant zu werden, sollen doch richtungsweisende Schritte für Kaisten gemacht werden». Mit diesen Worten machen eine Gruppe engagierte Kaister Bürger, klar, dass beim Traktandum «Sanierung Werkhof Stalden und Umbau Feuerwehrmagazin» noch viele offene Fragen vorhanden sind.

«Uns geht es darum, Transparenz zu schaffen. Eine Offenlegung verschiedener Alternativen zu bewirken. Macht es Sinn, nur wegen kurzfristigen Kosteneinsparungen am ursprünglichen Projekt festzuhalten?» So wird hinterfragt, nach welchen Vorgaben gerechnet wurde. Habe der Gemeinderat einmal erwähnt, dass die Einwohnerzahl gegen die 3000-Marke hin wachsen soll. Das würde nach einer leistungsstärkeren Feuerwehr wie auch bei der Entsorgung nach einer grösseren Kapazität verlangen.

Geld für den Neubau

Nach heutiger Sicht stimme das Festhalten am ursprünglichen Konzept. Zukunftsgerichtete Überlegungen würden aber fehlen. Dies vor allem angesichts der Gebäude, die bereits heute teils über 30 Jahre alt sind .«Macht es Sinn, Steuergelder in ein veraltetes Feuerwehrmagazin zu investieren, das auch nach dem Umbau die heutigen Anforderungen nur dürftig abdeckt?» «Macht es Sinn, den Werkhof auf verschiedene Standorte zu verteilen?» «Macht es Sinn, in den ungünstig gelegenen Entsorgungsplatz wertvolle Steuerfranken zu stecken». Diese Fragen möchte die eingangs erwähnte Initiativgruppe mit Gemeinderat und Stimmvolk diskutieren. Weiter stellen sie einen Neubau zur Diskussion, der bei der Ausschöpfung aller möglichen Finanzquellen gar nicht mehr so teuer zu stehen käme.

Wie das Geld beschaffen? Darauf die Befürworter eines solchen für Kaisten mit Dorfteil Ittenthal zentral gelegenen Baus: «Das Feuerwehrmagazin in Kaisten kann verkauft werden. Interessenten dafür gibt es. Für ein neues Feuerwehrgebäude ist vom AVA ein hoher Beitrag zu erwarten. Das ehemalige Feuerwehrmagazin in Ittenthal sowie das Schulgebäude mit Turnhalle sind mit der vorgeschlagenen Variante schlecht ausgenutzt, es fallen hohe Unterhaltskosten an.

Bevor ein Teil dieser Gebäude langfristig blockiert wird, muss der Souverän entscheiden, wie diese Lokalitäten weiter genutzt werden sollen. Gibt es Möglichkeiten einer Vermietung oder muss ein teilweiser Verkauf geprüft werden? Mögliche Mieter und/oder Käufer sind auch hier unserer Gruppe bekannt.» Der Gemeinderat hat bei seinen Abklärungen festgestellt, dass ein Neubau ausserhalb der Bauzone wenig Chancen auf die kantonale Bewilligung hat. Hier wird vonseiten Bürger eingeworfen, dass ein Landabtausch zur erwünschten Zustimmung führen könne.

Diskussion anregen

«Wollen wir nicht mutig in die Zukunft investieren, mit einem Neubau, bei dem die Infrastrukturen wie Nasszellen, Sitzungszimmer, Bürogeräte und so weiter optimal genutzt werden können? Ein Neubau, bei dem keine teuren Unterhaltskosten oder unvorhergesehene Reparaturen anfallen.» Damit möchte die Initiativgruppe den Gemeinderat sowie das Kaister Stimmvolk aufrufen, gemeinsam um ein wichtiges Sachgeschäft zu diskutieren. Denn: «Wir wünschen uns eine, von einem Grossteil der Bevölkerung getragene, zukunftsorientierte Lösung.»

Gemeindeammann Josef Amsler weiss um die Neubau-Diskussionen im Dorf. Er verweist auf die Finanzen. Bereits zum heutigen Zeitpunkt geht der Gemeinderat davon aus, dass angesichts der steigenden gebundenen Ausgaben eine deutliche Steuerfusserhöhung ab dem Jahr 2013 nicht zu umgehen ist. «Wir wollen mit den zur Verfügung stehenden Mitteln das Machbare realisieren», macht Amsler deutlich, dass aus Sicht des Gemeinderates ein Neubau von rund 3,5 Millionen Franken nicht vertretbar sei. Es sei jetzt zwingend, insbesondere für das Bauamt den Aufgaben angepasste Infrastrukturen zur Verfügung zu stellen. Hierfür ist der geplante Umbau des Werkhof Stalden vorgesehen. Die Diskussion solle aber geführt werden, damit sinnvolle und verhältnismässige Lösungen gefunden werden können.

Verwandtes Thema:

Meistgesehen

Artboard 1