Eiken
Die Jux-Kandidatur musste für ungültig erklärt werden

Ein vermeintlicher Kandidat für die Ersatzwahl der demissionierenden Gemeinderäte verzichtet auf seine Nomination.

Lucas Zeugin
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Der Gemeinderat Eiken in der aktuellen Zusammensetzung mit dem zurücktretenden Gemeinderat Gerhard Zumsteg (links) sowie den im Amt verbleibenden Gemeinderätin Renate Thunig-Vögele, Gemeindeammann Peter Balzer, Vizeammann Beat Schöni und Gemeinderat Guido Schmidli. – Foto: pd

Der Gemeinderat Eiken in der aktuellen Zusammensetzung mit dem zurücktretenden Gemeinderat Gerhard Zumsteg (links) sowie den im Amt verbleibenden Gemeinderätin Renate Thunig-Vögele, Gemeindeammann Peter Balzer, Vizeammann Beat Schöni und Gemeinderat Guido Schmidli. – Foto: pd

Nach den Rücktrittserklärungen der beiden Eiker Gemeinderäte Gerhard Zumsteg und Guido Schmidli ist der Abstimmungssonntag am 30. November Stichtag für die Ersatzwahl der demissionierenden Exekutivmitglieder. Es gilt, die zwei vakanten Sitze für den Rest der laufenden Amtsperiode 2014 bis 2017 zu besetzen. Bis zum 17. Oktober konnten sich Kandidaten mit der Einreichung des erforderlichen Formulars samt Unterschrift von zehn stimmberechtigten Bürgern zur Wahl empfehlen.

Tatsächlich sind innerhalb der gesetzten Frist zwei Wahlvorschläge auf der Gemeindekanzlei in Eiken eingetroffen. Am Dienstag teilte die Gemeinde öffentlich mit, dass eine Kandidatur nach Absprache mit dem Rechtsdienst der Gemeindeabteilung für ungültig erklärt werden musste. Ein vermeintlicher Kandidat verzichtete auf die zwingend notwendige Unterzeichnung der Wahlannahmeerklärung als Bestätigung der Kandidatur. Der Grund dafür: Der Betroffene hat sich gar nicht willentlich zur Wahl gestellt.

Spass ohne böse Absicht

«Als ich von der Gemeindeverwaltung bezüglich meiner Kandidatur angerufen wurde, war ich nicht überrascht», erklärt Patrick Jegge aus Eiken. Aus einem Spass ohne böswillige Absicht sei er zur Wahl empfohlen worden, führt er weiter aus. Von wem die zehn Unterschriften auf der Wahlempfehlung stammen, weiss er nicht.

Die vakanten Sitze beschäftigen die Bevölkerung. «Wir in Eiken interessieren uns für die Dorfpolitik und setzen uns in Diskussionsrunden mit der aktuellen Lage auseinander», meint Patrick Jegge und fügt hinzu: «Unter anderen Umständen hätte ich die Kandidatur vielleicht sogar angenommen.» Der jetzige Zeitpunkt sei wegen der beruflichen Situation mit einer laufenden Weiterbildung aber ungünstig. Doch in einer späteren Legislaturperiode kann er sich durchaus vorstellen, für ein Amt im Gemeinderat zu kandidieren.

«Momentan ist aber die Schwelle noch zu hoch.» Obwohl ihn in der Angelegenheit um die vermeintliche Kandidatur keine Schuld trifft, tut ihm die ganze Situation leid. «Für die entstandenen Umstände meinerseits möchte ich mich an dieser Stelle bei der Gemeindeverwaltung und der Bevölkerung von Eiken entschuldigen. Des weitern wünsche ich den kandidierenden Personen viel Erfolg bei ihrer Wahl in den Gemeinderat.» Die Gemeindeverwaltung Eiken wollte zur vermeintlichen Kandidatur nicht Stellung nehmen.