Der finale Entscheid über den Schrumpfungsprozess der Jugendseelsorge (Juseso) Fricktal steht bevor. An der Delegiertenversammlung am 14. September reicht die einfache Mehrheit der Vertreter der Kirchgemeinden aus, um den Abbau von 350 auf 70 Stellenprozent zu beschliessen. Grund für die geplante Umstrukturierung der Juseso sind die katholischen Pfarreien, die sich zu Pastoralräumen zusammenschliessen und ihre eigenen Jugendarbeiter engagieren wollen.

«Die Zustimmung für die geplante Umstrukturierung ist nur noch eine Formsache. Es handelt sich um einen Prozess, den die Vertreter der Kirchengemeinden schon mehrere Jahre begleiten», sagt Franz Ruder, Vorstandspräsident der Juseso Fricktal. So wird ab Sommer 2018 die Juseso nur noch eine zentrale Stelle mit einem 70-Prozent-Pensum unterhalten mit dem Ziel, die regionale Vernetzung weiterhin zu garantieren: «So können auch in regelmässigen Treffen Ideen zwischen den Pastoralräumen ausgetauscht werden», sagt Ruder.

Derzeit sind die fünf Juseso-Angestellten an der Salinenstrasse in Räumlichkeiten der römisch-katholischen Kirchgemeinde Rheinfelden-Magden-Olsberg zur Miete untergebracht. Weil die Liegenschaft für die neue Juseso mit einem Angestellten zu gross ist, wird die Zentralstelle ab Sommer 2018 bei der römisch-katholischen Kirchgemeinde Frick/Gipf-Oberfrick in Frick eingerichtet werden. Laut Ruder soll die Zentralstelle in Frick mit der Unterstützung der Landeskirche durch einen Sozialpädagogen in Ausbildung verstärkt werden.

Leerstehen lassen möchte dann die Kirchgemeinde Rheinfelden-Magden-Olsberg ihre Liegenschaft nicht: «Wir werden in den nächsten sechs Monaten abklären, welche Bedürfnisse es für eine Nutzung der Räumlichkeiten gibt und dann entscheiden», sagt Thomas Büchler, Präsident der Kirchenpflege.

Anschlusslösungen finden

Wichtig für den Vorstand der Juseso ist es, für seine Mitarbeitenden eine Anschlusslösung zu finden: «Für sie besteht die Chance, eine Stelle als Jugendseelsorger in den zukünftigen Pastoralräumen zu übernehmen», sagt Ruder. Dies bestätigt der Juseso-Angestellte Simon Hohler: «Der Vorstand hat uns mitgeteilt, dass Gespräche geführt wurden, die darauf hinauslaufen.»