Fricktal
Die Jugendseelsorge will die Anliegen der Pfarreien in ihr Konzept einbeziehen

Im September wird klar, ob Pfarreien und Jugendseelsorge an einem Strang ziehen. Die Referendumsabstimmung wurde wegen strukturellen Veränderungen bei der Juseso vertagt. Jetzt wird eifrig nach einem Konzept gesucht, das alle zufriedenstellt.

Dennis Kalt
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Das Team der Jugendseelsorge Fricktal.

Das Team der Jugendseelsorge Fricktal.

Zur Verfügung gestellt

11:10 – hauchdünn stimmte die römisch-katholische Kirchengemeinde Zuzgen in ihrer Versammlung im November für den Austritt aus dem Zweckverband der Jugendseelsorge (Juseso) Fricktal (az berichtete). Einen Monat später ergreift ein fünfköpfiges Komitee das Referendum gegen die Entscheidung. Doch die Referendumsabstimmung, die Ende Mai stattfinden sollte, ist nun hinfällig: «Die Kirchenpflege Zuzgen hat nach Rücksprache mit dem Referendumskomitee bei der Landeskirche eine Fristverlängerung für die Abstimmung beantragt», sagt Renata Waldner von der Kirchenpflege in Zuzgen.

Möhlin

Klares Votum

Die Abstimmung über den Austritt aus der Juseso Fricktal fiel in der Gemeindeversammlung der römisch-katholische Kirchengemeinde Möhlin relativ deutlich aus: Von 81 Stimmberechtigten stimmten 54 für einen Austritt, 19 dagegen und 6 enthielten sich.

Juseso muss sich verändern

Grund für die Fristverlängerung sind «strukturelle Veränderungen», die sich bei der Juseso derzeit abzeichnen. So informierte die Juseso in einem Austauschtreffen die Delegierten der einzelnen Kirchengemeinden darüber, dass es sie «nur noch in einer veränderten Form geben werde», berichtet Waldner. Das neue Konzept soll, «sowohl die bevorstehenden Zusammenschlüsse zu Pastoralräumen, wie auch die Tatsache berücksichtigen, dass durch den Austritt der Pfarrei Möhlin Ende 2017 ein wichtiger Beitrag fehlen wird», heisst es in einer Mitteilung der Juseso.

Diese beiden Faktoren haben den Vorstand und das Team der Geschäftsführung dazu veranlasst, mit den einzelnen Pfarreien in einen Diskurs zu treten und bis September ein konkretes Konzept zu erarbeiten, das im Interesse der einzelnen Kirchengemeinden und der Juseso liegt. «Wenn wir die Anliegen der einzelnen Pfarreien in unser Konzept miteinbeziehen, dann wird dieses an der Delegiertenversammlung am 14. September auch mit hoher Wahrscheinlichkeit auf Zustimmung stossen», sagt Yannick Müller von der Juseso-Geschäftsführung.

Grundlegende Ziele des neuen Konzepts sind die Pastoralräume zu stärken, die regionale Vernetzung von Jugendlichen und Jugendarbeitern im ganzen zu Fricktal fördern und die regionalen Projekte zu erhalten. «Die Vertreter der Kirchengemeinden standen uns beim Austauschtreffen positiv gegenüber. Wir wollen ja alle das Gleiche: Eine gute Betreuung für die Jugendlichen», sagt Müller.

Einige der kleineren Kirchengemeinden können die Angebote der Juseso oftmals nur mit wenigen Jugendlichen in Anspruch nehmen, wie beispielsweise dasjenige der Firmbegleitung: «Wir haben im nächsten Jahrgang nur zwei oder drei Jugendliche, die sich firmen lassen. Da liegt es auf der Hand, dass es sinnvoller ist, die Firmlinge der einzelnen Pfarreien zusammenzuziehen», erklärt Waldner.

So sollen auch 2017 die Kirchengemeinden Möhlin, Zeiningen, Zuzgen und Wegenstetten-Hellikon zu einem eigenen Pastoralraum mit einem eigenen Jugendarbeiter voraussichtlich zusammengeführt werden.
«Wenn unser Konzept an der Versammlung abgelehnt wird, dann müssen wir uns schon fragen, ob es uns überhaupt noch braucht», sagt Müller. In diesem Fall müsste auch die Kirchengemeinde Zuzgen in der Referendumsabstimmung entscheiden, ob sie in der Juseso verbleiben möchte.

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