Wittnau

Die Jahre der Deponie Seckenberg sind gezählt

Kehrichtverband im oberen Fricktal erhöht Preise für 2014 nicht.chr

Kehrichtverband im oberen Fricktal erhöht Preise für 2014 nicht.chr

Wittnau Die 40. Abgeordnetenversammlung des Gemeindeverbands Abfallbeseitigung Oberes Fricktal (GAOF) hiess in Wittnau die Annahmepreise für nächstes Jahr gut: 2014 bleiben die Kosten unverändert.

Frohe Botschaft für die 27 Gemeinden mit rund 40 000 Einwohnerinnen und Einwohnern, die dem Gemeindeverband Abfallbeseitigung Oberes Fricktal angeschlossen sind: 335 Franken kostet die Entsorgung von einer Tonne Kehricht auch im nächsten Jahr.

Ebenfalls unverändert bleiben aufgrund des Abgeordnetenbeschlusses die Annahmepreise 2014 für Muldengut (durchschnittlich 80 Franken pro Tonne) und Rohschlacke (100 Franken für jede Tonne).

Für Muldengut und Rohschlacke fällt zusätzlich die VASA-Gebühr (Verordnung über die Abgabe zur Sanierung von Altlasten) von 15 Franken je Tonne an. Sämtliche Annahmepreise verstehen sich mit Mehrwertsteuer.

Fast 6500 Tonnen Hauskehricht

Der im Jahr 2012 in den Verbandsgemeinden angefallene Kehricht ergab eine Menge von 6474 Tonnen. Dies entspricht einem Durchschnitt von 161 Kilogramm pro Einwohner und bedeutet gegenüber dem Vorjahr eine Zunahme um 3,2 Prozent.

Es fällt beim Betrachten der Kehrichtmengen von 2008 bis 2012 auf, dass die Kehrichtmenge trotz stetig gewachsener Bevölkerungszahlen bis 2011 jährlich abgenommen hatte, und zwar um 0,6 Prozent im Jahr 2009, um 2,5 Prozent 2010 und um 1,9 Prozent 2011. Erst im Berichtsjahr war eine Zunahme um die erwähnten 3,2 Prozent zu verzeichnen.

Abfall in KVA, Schlacke auf Deponie

Der nicht verwertbare Siedlungsabfall im Verbandsgebiet wurde wiederum von der Peter Pfister AG, Oeschgen, eingesammelt, in die Kehrichtverbrennungsanlage (KVA) nach Buchs bei Aarau gebracht und mit den Kombifahrzeugen auf dem Rückweg Schlacke in die Deponie Seckenberg transportiert.

Im Berichtsjahr wurden dort rund 28 000 Tonnen Material angeliefert (im Vergleich dazu: 2011 über 38 000 Tonnen).

Das waren folgende Kategorien/Mengen im Jahr 2012: Andere Abfälle 900 Tonnen, Sonderabfälle 10 580 Tonnen (gegenüber dem Vorjahr 9200 Tonnen weniger Reaktormaterial) und Schlacke aus der Kehrichtverbrennung 16 480 Tonnen. Die angelieferte Schlacke wurde im Sommer 2012 entmetallisiert; dabei war es möglich, 1440 Tonnen Metall zurückzugewinnen.

Die Grube ist allmählich voll 

Im Jahr 1981 konnte die Deponie Seckenberg in Frick eröffnet werden. Jahr um Jahr füllte sich die riesige Grube. In den ersten Jahren wurde der eingesammelte Hauskehricht auf dem Seckenberg offen gelagert und mit einem Kompaktor (spezieller Radlader) verdichtet.

Schliesslich erfolgte die Entsorgung des Mülls in der Kehrichtverbrennung. Inzwischen beträgt das Restvolumen des Schlackenkompartiments (Stand Ende 2012) rund 100 000 Kubikmeter, was noch für 179 000 Tonnen reicht.

Dies entspricht bei einer zukünftigen jährlichen Anlieferung von 16 000 Tonnen einer Betriebszeit von 11 Jahren.

Das Restvolumen des Bioreaktors Ende 2012: rund 11 500 Kubikmeter oder 18 500 Tonnen.

Bei einer jährlichen Anlieferung von 10 000 Tonnen verbliebe eine Betriebszeit von gut 2 Jahren. Die Jahresmengen sind geschätzt und hängen von der wirtschaftlichen Lage, der Preispolitik und weiteren Faktoren ab. Die restliche Betriebszeit kann noch erheblich variieren – aber dennoch sind die Jahre der Deponie gezählt. (chr)

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