Rheinfelden
Die Gewerbler sehen sich das neue Geschäftsviertel an

Der Gewerbeverein (GVR) war zu Besuch auf der grössten Baustelle im Fricktal: Die Investitionssumme für den «Salmenpark» liegt bei 160 Millionen Franken. In zwei Jahren soll das neue Stadtviertel belebt sein.

Peter Rombach
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Staunende Mitglieder des Gewerbevereins erhalten zu Beginn des Baustellenrundgangs wertvolle Informationen. Ach

Staunende Mitglieder des Gewerbevereins erhalten zu Beginn des Baustellenrundgangs wertvolle Informationen. Ach

Auf der grössten Baustelle des Fricktals laufen derzeit die Arbeiten auf Hochtouren. Sieben mächtige Kräne schwenken ihre Lasten hin und her, bis zum Schluss werden bis zu achtzig Handwerksarten mit Unterstützung eines riesigen Maschinenparks im Einsatz sein, um diesen Bauabschnitt des neuen «Salmenparks» auf dem ehemaligen Brauereiareal zu realisieren. Die Investitionssumme liegt bei rund 160 Millionen Franken.

Zehn Jahre Planung bis ins letzte Detail gehören nun der Vergangenheit an, 2016 möchte man das Werk vollendet haben. Die Fertigstellung der Rohbauten ist für das erste Quartal 2015 vorgesehen, Ende des gleichen Jahres könnten Seniorenzentrum und Coop bereits ihren Betrieb aufnehmen, ferner stehen weitere Geschäftsflächen in den Erdgeschossen und Eigentumswohnungen für eine Nutzung parat.

«Eine sportliche Bauzeit», erfahren die Mitglieder des GVR mit Präsident Fritz Gloor an der Spitze. Sein Kollege Gustav Fischer vom Gewerbeverein aus dem badischen Rheinfelden nahm mit einigen
Stadträten ebenfalls an der Besichtigungstour teil.

Mit dem Zeitplan auf Kurs

Dass in zwei Jahren alles bewohnt ist und grünt, davon geht Mathias Arndt aus; er ist Gesamtprojektleiter für das Basler Unternehmen Caretta-Weidmann Baumanagement AG und sieht im «Salmenpark» nicht nur eine städtebauliche, sondern auch logistische Herausforderung. «Hier gibt es ein neues Geschäftsviertel», hält er vor den staunenden Gewerblern fest, die von dem Ausmass der Baustelle überrascht sind. «Bezüglich Zeitplan sind wir auf Kurs.» Dass hinsichtlich Geschäftsbesatz und Wohnen eine «interessante Mischkultur» entsteht, gilt für Arndt als zukunftsweisend. «Dies erhöht die Komplexität des Projekts.»

Zur Philosophie gehört, dass auf dem geschichtsträchtigen Areal auch an die Vergangenheit erinnert wird. Gebäude tragen Namen wie Quellenhaus, Salmencenter oder Waldhaus. Und nicht zu übersehen der Malzturm der früheren Salmenbrauerei: Aus planungs- und baurechtlichen Gründen blieb das alte Gerippe erhalten; der Turm wurde innen bereits entkernt und mit einem Betonmantel umgeben, auf dem schon die Fensteranordnungen ersichtlich sind; zwei Etagen werden noch draufgebaut. Nach Vollendung existieren in der Anlage exklusive Eigentumswohnungen mit imposanten Ausblicken auf die Rheinlandschaft.

Der Rundgang vermittelte interessante Eindrücke vom Stand der Bauarbeiten. Wände in Baucontainern zieren zahlreiche Pläne. Die Konturen der zweigeschossigen Tiefgarage unter dem gesamten Komplex einschliesslich Zufahrten sind erkennbar. Jede Menge Armierungsstahl und Rohrleitungen liegen griffbereit. Künftiges Seniorenzentrum und Coop-Center wuchsen in Betonkonstruktion längst schon in die Höhe. Baumanager Mathias Arndt resümiert: «Wir haben hier die einmalige Chance, etwas Grossartiges für Rheinfelden zu schaffen.»