Hornussen/Zeihen

Die Gemeinden wollen die Strasse nicht

Die Gemeinden wollen die Strasse nicht

Die Gemeinden wollen die Strasse nicht

Der Kanton soll die 3 Kilometer lange Ortsverbindung zwischen Hornussen und Zeihen behalten und die Strasse so schnell wie möglich sanieren, fodern die beiden Gemeinden.

«Die Strasse soll im Eigentum des Kantons verbleiben», ist die Meinung der Gemeinderäte Hornussen und Zeihen. Damit meinen sie die rund 3 Kilometer lange Ortsverbindungsstrasse zwischen diesen beiden Gemeinden.

Die Kantonsstrasse 482 geriet dieses Jahr in die Schlagzeilen, weil der Winter auf einem Abschnitt von etwa 2 Kilometern seine Spuren mehr als deutlich hinterlassen hat: Schlaglöcher und grossflächige Belagsschäden mussten vom Unterhaltsdienst ausgebessert werden. Nachdem diese Arbeiten ausgeführt sind, präsentiert sich die Fahrbahn wie ein riesiges Mosaik mit 80 verschieden grossen Flickstellen (die az Aargauer Zeitung berichtete darüber).

«Die Gemeinden Hornussen und Zeihen sind nicht gewillt, zukünftig für den Unterhalt dieser Strasse zu sorgen. Die beiden Gemeindebudgets sind bereits heute mit dem Unterhalt eines weitläufigen Gemeindestrassennetzes zur Genüge belastet», wie es in einer Mitteilung heisst.

Sanierung dringend angehen

Auch wenn die Strasse im Eigentum des Kantons verbleibe, sei im Interesse der Verkehrssicherheit und des Unterhaltsaufwandes die Totalsanierung dieser rund 3 Kilometer langen Ortsverbindungsstrasse dringend anzugehen. «Die nicht endenden, intensiven und teuren Flickarbeiten müssen durch eine längst überfällige, umfassende Strassensanierung gestoppt werden. Das ewige Flickwerk, über welches bereits gewitzelt wird, kann dem Steuerzahler kaum stichhaltig begründet werden.» Die Gemeinderäte von Hornussen und Zeihen erwarten nun die Vorschläge der zuständigen kantonalen Stelle für das weitere Vorgehen.

Im Nachgang zur Gemeindever-sammlung vom 28. Mai dieses Jahres führte der Gemeinderat Zeihen eine Umfrage zum Thema «Zukunft der Hornusserstrasse» bei der Bevölkerung durch. Die abgegebenen Fragebogen zeigten folgende Meinungen auf: Eine knappe Mehrheit würde einen Ausbau auf Kantonsstrassenstandard (Verbreiterung auf 6 Meter) begrüssen. Mit wenigen Stimmen unterlegen war die Variante, die vollsanierte Strasse ins Gemeindestrassennetz zu übernehmen, diese aber nur noch für den Fahrrad- und Landwirtschaftsverkehr freizugeben.

Die Gemeinderäte Hornussen und Zeihen haben sich nach verschiedenen Gesprächen auf einen gemeinsamen Standpunkt geeinigt und dies den kantonalen Stellen mitgeteilt: «Ein Ausbau der Strasse auf Kantonsstrassenstandard wird abgelehnt. Die Strasse führt nämlich sowohl in Zeihen als auch in Hornussen zum Teil direkt an den Wohngebieten vorbei. Ein Ausbau würde diese Gebiete mit zusätzlichem Verkehr (Lastwagen) nur unnötig belasten.»

Erhöhung der Verkehrssicherheit

Demnach soll die Strasse in der heutigen Linienführung und Fahrbahnbreite bestehen bleiben. Allfällige Verbesserungen, die der Verkehrssicherheit dienen, zum Beispiel die Realisierung von Ausweichstellen und dergleichen, sollen ausgeführt werden.

Um den momentan unverhältnismässig grossen Unterhaltsaufwand auf ein Minimum zu beschränken, fordern die Gemeinderäte, dass die Strasse so schnell wie möglich einer Totalsanierung unterzogen wird.

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