Fricktal

Die fünftgrösste Landi der Schweiz kann Gewinn fast um die Hälfte steigern

Der Landi-Vorstand wieder gewählt: August Schmid, Felix Wendelspiess, Wendelin Stäuble, Martin Jeck, Hildegard Fischler, Gregor Rehmann, Martin Schmutz, Simon Plattner (von links). GHI

Der Landi-Vorstand wieder gewählt: August Schmid, Felix Wendelspiess, Wendelin Stäuble, Martin Jeck, Hildegard Fischler, Gregor Rehmann, Martin Schmutz, Simon Plattner (von links). GHI

Nach Jahren grosser Investitionen setzt die Landi Frila im Fricktal nun auf Konsolidierung. Im letzten Jahr konnte Umsatz und Gewinn nochmals gesteigert werden.

Die Landi Frila, die fünftgrösste Genossenschaft innerhalb der Fenaco-Gruppe, konnte im vergangenen Jahr sowohl Umsatz als auch Gewinn erneut steigern. Nach Jahren des Ausbaus und der Grossinvestitionen strebt man eine Konsolidierungsphase an, um Spielraum für neue Projekte zu gewinnen. «Wir wollen die Klassenbesten sein», sagte Präsident Wendelin Stäuble.

«Ich habe 2012 wirklich als ein sehr positives Jahr erlebt», bilanzierte der neue Frila-Präsident Wendelin Stäuble aus Laufenburg-Sulz, der erstmals eine Generalversammlung leitete. In der Tat, sowohl Umsatz als auch Gewinn konnten in einem wirtschaftlich garstigen Umfeld erneut gesteigert werden. Der Gesamtumsatz stieg um 0,1 Prozent auf 56,6 Millionen, der Reingewinn um 200'000 Franken auf 688'000 Franken, wie Geschäftsführer Thomas Tschanz erläuterte.

Die Produktivität im Detailhandel konnte in allen Verkaufsstellen gesteigert und die Personalfluktuation, die seit Jahren rückläufig ist, erneut gesenkt werden. «Die Kundenfrequenz im neu übernommenen Landi-Laden in Gipf-Oberfrick ist überraschend um 9,4 Prozent gestiegen. Der Siloturm, der vor Jahren viel zu reden gab, dürfte voraussichtlich 2014 aus dem Ortsbild verschwinden. Beeindruckend entwickeln sich auch die drei Top Shops bei den Agrola-Tankstellen. Betrug der Umsatz 2003 noch eine Million, so sind es heute 8 Million Franken.

Der Bereich Agrola mit Benzin- und Heizölverkauf wird seit Jahren zu einem immer stärker werdenden Standbein der Landi Frila. So liefert der Bereich Agrola 49,5 Prozent des Umsatzes, während der Detailhandel 33,3 Prozent und der Agro-Bereich (Getreidehandel und Landesprodukte) 17,2 Prozent beisteuern.

Klares Ziel ist Schuldenabbau

Gemäss dem Leitbild sollen die Schulden von aktuell 10,5 Millionen Franken reduziert werden, um Spielraum für Neues zu schaffen. Die Rentabilität der Landi-Läden soll trotz sinkender Margen verbessert werden. Im Kirschenhandel verliert das Fricktal seit Jahren Marktanteile. Diese Entwicklung soll gestoppt werden. «In diesem Geschäftsfeld ist noch etwas zu machen», gibt sich Thomas Tschanz überzeugt.

Der Revisorenbericht bescheinigt der Landi Frila gute Kennzahlen. Das Finanzrating wertet die Frila mit 9 von 12 möglichen Punkten, was einem AA entspricht. Das Eigenkapital erhöhte sich von 29,6 Prozent auf 33 Prozent.

Das Leitbild sei überarbeitet und auf den Zeithorizont 2012 bis 2014 ausgerichtet worden, sagte Präsident Wendelin Stäuble. Wie bereits erwähnt sollen die Schulden reduziert und der Detailhandel rentabler gemacht werden. Ein weiteres Anliegen ist die Gewinnung neuer Mitglieder.

Der Vorstand mit Präsident Wendelin Stäuble ist in globo für eine Amtszeit von vier Jahren wieder gewählt worden. Es sind dies Felix Wendelspiess, Wegenstetten; Hildegard Fischler, Möhlin; Martin Jeck, Zeiningen; Simon Plattner, Herznach; Gregor Rehmann, Kaisten; August Schmid, Gipf-Oberfrick; Martin Schmutz, Oeschgen.

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