Der Kaiseraugster Gemeinderat besteht auch in der nächsten Legislaturperiode aus Gemeindepräsidentin Sibylle Lüthi (CVP), Vizepräsidentin Françoise Moser (parteilos), Hanspeter Meyer (FDP), Markus Zumbach (SP) und Heinz Hassler (SP). SVP-Ortsparteipräsident Jean Frey übertraf das Absolute Mehr zwar ebenfalls um knapp 100 Stimmen, konnte aber die fünf Bisherigen nicht überflügeln. In Reichweite war einzig SP-Mann Hassler, der nur gerade 62 Stimmen mehr erzielte als Frey.

«Schöne Bestätigung»

«Die Stimmberechtigten haben mit diesem Resultat Kontinuität gewählt», sagt Gemeindepräsidentin Sibylle Lüthi. Der Gemeinderat könne so in bewährter Formation weiter arbeiten. «Das vereinfacht uns die Arbeit, wobei wir uns auch eine Zusammenarbeit mit Jean Frey gut hätten vorstellen können.» Dass sie persönlich das beste Resultat aller Kandidierenden erzielt habe, sei darüber hinaus «eine schöne Bestätigung». Die Ziele für die neue Amtsperiode will der Kaiseraugster Gemeinderat im kommenden Januar festlegen. «Beschäftigen wird uns sicherlich die neue Bau- und Nutzungsordnung», so Lüthi. Damit im Zusammenhang stehe auch, ob eine Lösung für die Firma Thommen gefunden werden könne.

Enttäuschung bei Jean Frey

Jean Frey zeigte sich enttäuscht über den Wahlausgang: «Ich hatte mir Chancen ausgerechnet, sonst wäre ich nicht angetreten. Es ist sehr schade, dass es nicht gereicht hat.» Das demokratische Resultat gelte es nun zu akzeptieren, so Frey. Es sei anscheinend so, dass die Kaiseraugster Stimmberechtigten die SVP derzeit nicht im Gemeinderat wolle.

Die Partei ist seit dem Rücktritt des langjährigen Gemeindepräsidenten Max Heller vor fünf Jahren nicht mehr im Gremium vertreten. «Wir haben uns in dieser Zeit konstruktiv eingebracht», sagt Jean Frey. Nun gelte es, das Resultat parteiintern zu analysieren und die Auswirkungen zu besprechen.