Wochenlang haben die 40 Schauspieler aus den beiden Theatervereinen Gansingen und Hottwil geprobt. In authentisch wirkenden Uniformen marschieren Soldaten in Hottwil ein. Allen voran der lebensfrohe Musikant Gérard, gespielt von Frank Stoll, begrüssen Teile der Bevölkerung die Franzosen als Befreier von der strengen Berner Herrschaft. Aber die Hoffnung verkehrt sich ins Gegenteil.

Das fiktive Theaterstück «Anno 1798 – Die Franzosen kommen» aus der Feder von Thomas Senn spielt zur Zeit des Franzoseneinfalls von 1798/1799. Regisseur David Imhoof verortet das Stück zwischen Tragödie und Komödie vor einem historischen Hintergrund. Zwei komplette Probendurchläufe haben die Schauspieler schon gemeistert.

In der letzten Woche vor der Premiere kommen die Mikros dazu. Imhoof meint: «Es fehlt nur noch der letzte Schliff.» Extra für das Freilichttheater haben die Mitglieder der beiden Theatervereine eine Scheune und ein Wohnhaus in der Strasse «Am Rain» im Mettauertaler Ortsteil Hottwil ausgeräumt und umgebaut.

Die Gebäude bieten eine schöne Kulisse und davor ist ausreichend Platz für die grosse Zuschauertribüne mit 436 Sitzplätzen. Die Gebäude haben aber keinen historische Bezug zu der Zeit, erklärt OK-Präsident Robert Keller. Im Wohnhaus sind Garderobe, Maske und die Live-Band untergebracht. In der Scheune wurde eine Festwirtschaft mit etwa 240 Sitzplätzen eingerichtet.

Beim rund zweistündigen Stück wechseln sich Sprechszenen mit musikalischen Einlagen ab, die Urs Erdin eigens für das Theaterstück komponiert hat. Zur Musik wird nicht nur nach den Choreografien von Katharina Schmid getanzt, sondern auch in Musical-Qualität gesungen.

«Das Spezielle am Freilichttheater ist der gesamte Aufwand; die Technik, die Tribüne und das ganze Drumherum», so Keller. Pro Aufführung sind insgesamt 100 Personen im Einsatz, um den Zuschauern ein rundes Theaterspektakel zu ermöglichen.

Premiere: Freitag, 18. August, 20.30 Uhr. www.anno1798.ch